Marie, auch Maria, Preußner (Lebensdaten unbekannt) war eine Portrait- und Stilllebenmalerin. Sie lebte und arbeitete in Berlin. Preußner studierte an der Zeichen- und Malschule des VdBK bei Max Uth, der dort 1896-1901 als Lehrer wirkte. Die Künstlerin war 1906-1942 Vereinsmitglied und 1928-30 im Vorstand. 1906, 1923, 1928/29, 1929, 1930, 1934, 1937, 1940 und 1942 beteiligte sich Preußner an den Vereinsausstellungen.
Ihre Stillleben zeichnen sich durch Liebe zum Detail und einer gekonnten Wiedergabe der verschiedenen Oberflächen aus. Die Motive sind klassisch und waren für ein gut bürgerliches wilhelminisches Publikum gedacht.
Marie Preußner war mit der Künstlerin Else Preußner verwandt, die ebenfalls an der Zeichen- und Malschule des VdBK ausgebildet wurde und Vereinsmitglied war.
Werke von Marie Preußner befinden sich in der Galerie „der Panther“, München.
Sibylle Gabriele Prinzessin von Preußen (*23. März 1952 in Berlin), geb. Sibylle Gabriele Kretschmer, Artist Nameauch: sibylle von preussen, lebt und arbeitet als bildende Künstlerin und Autorin in Berlin und ist seit 2016 Mitglied im VdBK 1867.
Ihre Werke sind von den Ideen der Aufklärung zur Würde des Menschen und zur Empfindsamkeit der Kreatur inspiriert. Rückgriffe auf gestalterische Elemente des Rokoko erlauben ihr einen besonderen Zugang zu einem ethischen Diskurs. Filigrane Scherenschnitte, Malerei oder Fotografie und die Verwendung von Farben wie Bleu Mourant, Ultramarin, Rose oder Gold unterstützen eine poetische Annäherung an existentielle Themen.
Sibylle Prinzessin von Preußen studierte Geisteswissenschaften und Kunst. 1981-1993 war sie Dozentin an der Hochschule der Künste Berlin (HdK heute UdK), unterbrochen 1983-1986 durch einen New York Aufenthalt (dort als Kreative bei J. Walter Thompson). Von 1988-1993 hatte sie die künstlerische Leitung des von ihr initiierten und in seinen Ergebnissen mehrfach ausgezeichneten „Videoprojekt“ der HdK. Seit 1994 ist sie freischaffend künstlerisch tätig.
Sie realisierte zahlreiche Kunst-am-Bau-Projekte u.a. für Mosaikhalle Siemens, Leibniz-Institut Adlershof, VBKI, Dexia, Commerzbank, Berliner Bank, Haus im Ruhwaldpark Berlin (mit Prof. Manfred Manleitner). Sie gestaltete das Corporate Design der EAF Berlin sowie die Sternenkinder-Grabstätte und das Altarkreuz des Martin-Luther-Krankenhauses Berlin. Sie nahm an Wettbewerben teil wie: Atrium Haus der Schweiz Unter den Linden (2. Preis); Denkmal für die ermordeten Juden Europas (mit Prof. Georg Kohlmaier); The African Burial Ground, Wettbewerb der Stadt New York (mit Donald M. Griffith und Andreas Scholz).
Sie erhielt Auszeichnungenwie den Ehrenpreis der DHS 1978, das Arbeitsstipendium des Berliner Kultursenats 1988, Artist-in-Residence des Wissenschaftskollegs zu Berlin 1995, The Mishkenot Sha´ananim Encounters Jerusalem 1997 – dort begegnete sie ihrem Ehemann, Dr. Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen (1939-2015), mit dem sie zur Geschichte Preußens publizierte. Werkankauf für die Stiftung Stadtmuseum Berlin durch den Kultursenat 2015, Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste 2016, Ehrenpräsidentin der Europäischen Kulturwerkstatt 2018. Ehrenmitglied Internationale Musikakademie Berlin 2023.
Auswahl ihrer Einzel- bzw. Duo-Ausstellungen: Edition LUMAS, Haus am Lützowplatz, HEUSSEN, Investitionsbank Berlin, KunstBüroBerlin (POSITIONS Art Week, SCOPE Basel), Kunst-Kontor Potsdam, Mühlenhaupt Museum Bergsdorf, Palace of Youth Creativity Tashkent UZ, Pietra Santa Fine Arts New York, Phoebus Rotterdam NL, Raab Galerie Berlin, Raab Boukamel Gallery London, Ratner Chicago, Stadtmuseum Weimar, Rosenhang Museum Weilburg, So Art Gallery Casablanca MA, Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Ihre Werke befinden sich u.a. in folgenden Museen oder Sammlungen: Bass New York, Berliner Bank, Commerzbank, Deutsche Bank, De Winter Rotterdam, Dexia, Henning Pharma, Investitionsbank Berlin, Jamal Fakhro Manama, Leibniz-Institut Adlershof, Museum Checkpoint Charlie, Neuer Berliner Kunstverein, Ratner Chicago, Rodenstock, Siemens, Stadt St. Ingbert, Stadtmuseum Weimar, Stiftung Stadtmuseum Berlin.
Doramaria (Ella Margaretha Maria Dora) Purschian (6.7.1890-11.7.1972 in Berlin) war eine deutsche Malerin und Grafikerin. Sie lebte und arbeitete in Berlin. 1928-1961 war sie Mitglied im VdBK, 1933 als Kassenprüferin im Vorstand, 1950 als Mitglied in der Darlehns- und Unterstützungskasse des Vereins. Sie beteiligte sich an folgenden Vereinsausstellungen: 1927, 1928/29, 1929, 1934, 1937, 1942 und 1954. Material befindet sich im Archiv des VdBK in der Akademie der Künste.
Doramaria Purschian stammt aus einer Ingenieursfamilie. 1907-1909 besuchte sie das Zeichenlehrerinnenseminar der Königlichen Kunstschule Berlin und schloss mit dem Examen ab. Dann nahm sie bis 1912 Unterricht bei Fritz Burger und Lovis Corinth. Im Ersten Weltkrieg war sie Rot-Kreuz-Schwester. Danach betätigte sie sich als freischaffende Malerin für Portraits und Landschaften. Stilistisch ist Purschian dem deutschen Impressionismus zuzuordnen. Schon mit ihrer ersten Einzelausstellung im Römer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim im Jahr 1818 stellte sich der Erfolg ein.
Die Künstlerin beteiligte sich 1928, 1932, 1957, 1958 und 1964 an der Großen Berliner Kunstausstellung, 1924, 1925, 1953, 1954, 1955 und 1963 an der Juryfreien Kunstausstellung und 1941 an der Ausstellung der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft. 1981 wurde sie im Berliner Schering-Kunstverein ausgestellt.
1969 erhielt sie auf der „2nd Exhibition of European Painters in the U.S.A.“ im New Yorker Waldorf-Astoria die Auszeichung „Mention Speciale“ sowie den Grand Prix de New York in Nizza.
Doramaria Purschian gehörte seit 1946 dem Berufsverband Bildender Künstler Berlins an und war Ehrenmitglied der Kunstakademie in Rom.
Johanna Reincke (21.8.1874 Dobbertin-22.2.1948 Feldberg/Mecklenburg) war eine deutsche Malerin und Grafikerin. Sie lebte und arbeitete in Berlin und Forst/Mecklenburg. Reincke war 1911-1927 Mitglied im VdBK. Material befindet sich im Archiv des VdBK in der Akademie der Künste.
Johanna Reincke stammt aus der Familie eines Baumeisters, der in Feldberg eine Villa errichten ließ. Das Haus wurde auch als Pension genutzt. Um 1898 bis etwa 1904 nahm Reincke Unterricht in der Kunstschule des Landschaftsmalers Wilhelm Feldmann in Berlin. Hier schloss sich die Künstlerin der Damenklasse an. Danach bildete sie sich bei Walther Leistikow, Lovis Corinth und Martin Brandenburg weiter aus. Letzter unterrichtete an der Zeichen- und Malschule des VdBK, die die Künstlerin sehr wahrscheinlich besuchte.
Bis 1907 unterhielt Johanna Reincke ein eigenes Atelier in Berlin. Sie schuf vornehmlich Landschaften im spätimpressionistischen Pleinairstil. Ihre Motive stammten aus Mecklenburg und der heimatlichen Endmoränenlandschaft um Feldberg, Carwitz und Carpin, die sie in kraftvoller Farbigkeit und großer Formensicherheit widergab.
Familiäre Gründe zwangen Reincke dazu, nach Feldberg zurückkehren, um die Familienpension zu führen. Ihre eigentliche Berufung blieben jedoch die bildende Kunst und die Malerei, die sie parallel weiterbetrieb.
Reincke stellte in Berlin (Große Berliner Kunstausstellung), München und Mecklenburg aus. 1904 beteiligte sie sich an der Großen Landesausstellung zu Berlin, 1911 an der Ersten Mecklenburgischen Kunstausstellung in Schwerin, 1913 war sie im Kunstverein Rostock vertreten. Auch war sie 1922, 1926, 1929 und 1934 auf den Ausstellungen des Mecklenburgischen Künstlerbundes in Wismar und Rostock vertreten. Der Zweite Weltkrieg bereitete Reinckes künstlerischer Karriere ein Ende. Die Malerin starb verarmt in Feldberg.
Ihre Werke befinden sich u.a. im Museum in Neustrelitz.
Hengst, 2011, Pigmentstift auf zwei Scheiben Acrylglas, 270 x 200 x 8 cm / pigment marker on two layers of acrylic glass, 106 x 79 x 3.2 inches
Cornelia Renz (*1966) lebt und arbeitet in Berlin und Tel Aviv. Sie untersucht kulturelle Vorbilder und Rollenmodelle und versucht, die Ursprünge dieser kulturellen Standards aufzuzeigen. Dabei zeigt sie, wie das, was wir als „natürlich“ betrachten, gesellschaftlich durch diese Vorbilder und Rollenmodelle geformt wird. Dies spiegelt sich in ihrer Arbeit, in der sie Motive von bereits vorhandenen Bildern aus allen Bereichen der visuellen Produktion sampelt und durch ihre Malweise auf zwei Scheiben Acrylglas, die erst übereinander positioniert ein Gesamtbild ergeben. Zunehmend erweitert Renz ihre ursprünglich zweidimensionale Technik um Found Footage und Installationen und kombiniert ihre eigenen Arbeiten mit Werken anderer Künstler*innen.
Cornelia Renz studierte 1993-2001 an der HGB Leipzig in der Klasse von Sighard Gille und ist dessen Meisterschülerin. Zu ihren Stipendien und Preisen zählen das Art Cube Artists Studios-Stipendium, Israel, das Stipendium des Künstlerhauses Schloss Balmoral, das Villa Aurora-Stipendium, Los Angeles, USA, des Stipendium 2010 des Else-Heiliger Fonds, der Kunstpreis der Schering-Stiftung, der Marion Ermer Preis und der Schüngel-Preis der 100 Sächsische Grafiken.
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt, u.a. Heimspiel, in der Kunsthalle Memmingen und im Kunsthaus Erfurt, Legenda in Memoriam, mit Belle Shafir, Museum Montanelli, Prag, Night. Tail. Pieces. im Kunstverein Konstanz, Heaven, C1, Kunsthalle Göppingen, und in Gruppenausstellungen wie B-Side A Heroine, New Gallery, Jerusalem, Hide, Expose und Mixed Memories im Art Cube, Jerusalem, IL, Verhau* Vol. 1–3 – eine Ausstellungsaufführung, Magazin M, Kunstverein Bregenz, AT, Der zweite Blick, Städtische Galerie Nordhorn, Goyas Erben, Opelvillen Rüsselsheim, Forces of Nature: Selections from the Weisman Art Foundation, Contemporary Art Center Louisiana, New Orleans und Brevard Art Museum, Melbourne, US, Glanzlichter – Hinterglasmalerei in der Gegenwartskunst, Museum Villa Rot, Die Unsterblichkeit der Sterne, Kunstmuseum Solingen, XV. Rohkunstbau DREI FARBEN – ROT, Villa Kellermann, Potsdam, Aus dem 21. Jahrhundert – Neuerwerbungen, Berlinische Galerie, Berlin und Rekord aus Berlin, Overbeck-Gesellschaft, Lübeck.
Ihre Monografie Night. Tail. Pieces erschien im The Greenbox Verlag, Berlin und der Doppelkatalog Legenda in Memoriam im Museum Montanelli, Prag. Die Kataloge six memos fort he next …, Hrsg. Magazin 4 – Bregenzer Kunstverein erschien im Verlag für moderne Kunst, Nürnberg, Trial of Power, Hrsg. Maik Schlüter im Revolver Verlag, Frankfurt, die Publikation Kunst Station Berlin, Hrsg. Ulf Meyer zu Künigdorf, im Knesebeck Verlag , München und dessen englische Ausgabe Berlin Art Now bei Thames & Hudson, London.
AltNeu, 2019, Pigmentstift auf zwei Scheiben Acrylglas, 170 x 100 x 8 cm / pigment marker on two layers of acrylic glass, 67 x 67 x 3.2 inches
Cornelia Renz ist Mitgründerin des SALOON Tel Aviv, ein Netzwerk von Kuratorinnen und Künstlerinnen, die sich in mittlerweile zehn Städten international vernetzen und Mitglied im MalerinnenNetzWerk Berlin-Leipzig. Seit 2020 ist sie auch Mitglied im VdBK 1867.
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