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Annett Zinsmeister
Virtual_Interior MoMA white, 2015 Annett Zinsmeister: Raum Installation, MoMA 2015-16 Pippa Drummond © und VG Bildkunst

Annett Zinsmeister (*1967) studierte Kunst und Architektur an der Hochschule der Künste Berlin und Kultur- und Medienwissenschaften an der Humboldt Universität Berlin. Sie ist seit 2010 Mitglied im Deutschen Künstlerbund und von 2023 bis 2026 Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen 1867.

Annett Zinsmeister
Inside_Out, 2021
Annett Zinsmeister: 3 teilige Fassaden Installation, Kunsthalle Tübingen 2021-2025
Annett Zinsmeister © und VG Bildkunst

Kunst und Architektur, Wahrnehmung und Kommunikation, sowie die kulturelle Prägung und Transformation von Raum verbildlicht Annett Zinsmeister in Rauminstallationen, Fotografien, Zeichnungen, Collagen, Film, Texten etc. Ihre Installationen fordern unsere Wahrnehmung, entlarven Gewohnheiten und eröffnen neue Perspektiven und Potentiale unwirtlicher Orte.

Annett Zinsmeisters Werke wurden in Fachzeitschriften, Katalogen, Büchern international publiziert, sind in Ausstellungen und Sammlungen weltweit vertreten u.a in der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages zu Berlin, Sammlung Konzeptuelle Kunst / Museum Morgner Soest, Osthaus Museum in Hagen, im MoMA – Museum of Modern Art in New York.

Seit 2003 lehrte sie als Professorin u.a. an der Kunsthochschule Berlin Weissensee, Bergische Universität Wuppertal, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Frankfurt University AS

Annett Zinsmeister
MeroVision II, 2022 – 2023
Annett Zinsmeister: 8 teilige Raum Installation, Spreepark Berlin
2022-23
Annett Zinsmeister © und VG Bildkunst

Ausstellungen (Auswahl): MoMA York/USA (G), Kunsthalle Tübingen (E), Museo de Arte Contemporáneo Lima / Peru (G), Kunstmuseum Stuttgart (G), Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt (G), Osthaus Museum Hagen (G), Museum Ritter Waldenbuch (G), FRAC Orléans / F (G), NGBK Berlin (G), Deutscher Künstlerbund Berlin (G), Gesellschaft für Kunst & Gestaltung Bonn (E), Städtische Galerie Kirchheim / Teck (E), Kunstverein Neuhausen (E), BNKR München (E), PEAC Freiburg (G),MPV Gallery Den Bosch / NL (E), JD Malat Gallery London / UK (E), Galerie NM Paris / F (E), Galería Impakto, Lima / Peru (G), Galerie Bluríder Taipeh / Taiwan (G), Galerie Bluríder Shanghai / China (G), Galerie Lausberg, Düsseldorf (E), MPV Gallery Knokke / Belgien (G), u.a.

Biennalen: 2016 Biennale Istanbul, 2017 Biennale Orléans.

Website von www.annett-zinsmeister.de

Augusta von Zitzewitz
Augusta von Zietzewitz, Gartentor bei Forenz, 1937, Holzschnitt, 27,5 x 18,8 cm, Privatbesitz, Foto: Eric Tschernow

Augusta von Zitzewitz (26.12.1880-15.11.1960) war eine deutsche Malerin und Graphikerin. Sie lebte und arbeitete in Berlin. 1907-1911 wurde sie an der Zeichen- und Malschule des VdBK bei George Mosson ausgebildet und erhielt 1904 den zweiten Preis beim VdBK-Wettbewerb. 1911-1915 sowie 1927-1960 war sie Vereinsmitglied und 1950 Mitglied der Darlehns- und Unterstützungskasse. Sie beteiligte sich an den Vereinsausstellungen: 1927,1928,1928/29, 1929,1930, 1931, 1932, 1933, 1934, 1937, 1942, 1949, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959, 1961 (posthum) und 1967 (posthum). Material befindet sich im Archiv des VdBK.

Augusta von Zitzewitz eröffnete 1911 ein eigenes Atelier. Auf Anraten von Käthe Kollwitz ging sie 1912-14 nach Paris, wo sie die Académie Julian besuchte und bei Jean Metzinger, André Dunoyer de Segonzac und Henri Fouconnier studierte. In Paris gehörte sie zum Café-du-Dome-Künstlerkreis um Henri Matisse. Auch machte sie die Bekanntschaft mit den Pariser Kubisten.

1914 kehrte sie nach Berlin zurück und heiratete den jüdischen Kunsthistoriker Erich Römer. Zitzewitz wandte sich der Portraitmalerei zu und machte sich einen Namen mit Bildnissen von Berliner Berühmtheiten aus Kunst, Kultur und der Frauenbewegung, darunter Max Herrmann-Neiße, Alfred Kerr, Claire Waldoff, Renée Sintenis und Hedwig Heyl. Die Künstlerin unterhielt Freundschaften mit Rainer Maria Rilke, Albert Einstein, Gottfried Benn, Franz Mehring und Hedwig Dohm.

1917-32 entwarf sie Illustrationen und Titelbilder in Holzschnitt-Technik für die Zeitschrift “Die Aktion”. Zudem schuf sie Landschaften, Interieurs, Stillleben und Akte im expressiv-malerischen Stil mit einer Tendenz zum neuen Realismus der 1920er Jahre. Unter den Nationalsozialisten hatte die Künstlerin mit einem Ausstellungs- und Berufsverbot zu kämpfen. 1938 wurde eine ihrer Arbeiten als „entartet“ aus dem Reichserziehungsministerium entfernt.

Augusta von Zitzewitz war Mitglied der Berliner und der Freien Secession, im Deutschen Künstlerbund und Hiddenseer Künstlerinnenverein. Studienreisen führten sie nach Italien, Holland, Schweden, Finnland, England und Südfrankreich.

Sie stellte in Hamburg, Bremen und den USA aus und wurde von den renommierten Berliner Galerien Flechtheim, Cassirer und Ferdinand Möller vertreten. Auch beteiligte sie an den Ausstellungen der Vereine, in denen sie Mitglied war.

Ihre Werke befinden sich in folgenden Museen ud Sammlungen: Stiftung Pommern Kiel, Schloß Rantzaubau, Kiel, Nationalgalerie und Kupferstichkabinett, Berlin, Stiftung Stadtmuseum Berlin, Albertina, Wien.