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Thea Schleusner
Thea Schleusner, Am Grunewaldsee, 1932, 22,5 x 28 cm, Aquarell/Papier, Privatbesitz, Foto: Eric Tschernow

Thea (Dorothea) Schleusner (30.4.1879 Wittenberg-14.1.1964 Berlin) war eine deutsche Portrait-und Landschaftsmalerin, Illustratorin und Schriftstellerin. Sie lebte und arbeitete in Berlin, Köchstedt/Kreis Quedlinburg und in London. Schleusner war 1906-1931 Mitglied im VdBK. Sie beteiligte sich an den Vereinsausstellungen: 1906,1923,1929, 1931. Material befindet sich im Archiv des VdBK in der Akademie der Künste.

Thea Schleusner bildete sich 1897 bei Franz Skarbina (Ehrenmitglied des VdBK), Reinhold Lepsius und Curt Stoeving aus. Im Anschluss studierte sie in Paris an der Académie Colarossi bei René-Xavier Prinet und Tournes sowie an der Académie Carrière. Auch nahm sie Unterricht in Bildhauerei bei Carl Millés. In Paris entstanden Kontakte zu Auguste Rodin, André Gide, Rainer Maria Rilke und Rudolf Krassner.

Ein Studienaufenthalt führte Thea Schleusner zwei Jahre nach London. Zurück in Berlin unterhielt sie 1901-1910 ein eigenes Schüleratelier. Mit Portraits berühmter Persönlichkeiten, wie Ricarda Huch, Albert Einstein, Mary Wigman, Emil Nolde, Ellen Key und Friedrich Nitzsche machte sie sich einen Namen. Dann wandte sie sich der expressionistischen Landschaftsmalerei zu und fertigte Illustrationen zur Fritjofsage von Tegnérs, den Gedichten von Annette von Droste Hülshoff, zur Salomé von Richard Strauss und den Märchen von Oscar Wilde an. Auch erstellte sie Glasbilder für Privatauftraggeber und Kirchen.

Thea Schleusner wurde Mitglied in verschiedenen literarischen Zirkeln. Ab den 1920er Jahren betätigte sie sich schriftstellerisch und verfasste Reiseberichte.

Studienreisen führten die Künstlerin nach Italien, Griechenland , Spanien, Nordafrika, Rumänien, Jugoslawien, Schweden (1920) und Indien (1931). Sie stellte in London, München, Berlin, Stockholm und Hamburg aus und beteiligte sich an Ausstellungen im Deutschen Lyceum- Club Berlin (1909), der Gruppenausstellung „Kriegsvisionen“ (1927), der Großen Berliner Kunstausstellung 1951-59 und der Ausstellung „Frauenschaffen des 20.Jahrhunderts“ in Hamburg (1956). Einzelausstellungen hatte sie im Stadthaus Berlin-Wilmersdorf (1935) und der Galerie Spitta & Leutz (1954).

Schleusner gehört zur „verschollenen Generation“,d.h. zu den Künstlerinnen und Künstlern des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit, deren Karriere in die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen fiel und unter den Folgen der nationalsozialistischen Kunstpropaganda zu leiden hatte. Ein Großteil des Oeuvres der Malerin wurde bei einem Bombenangriff im 2. Weltkrieg zerstört.

Werke von Schleusner befinden sich in folgenden Museen und Sammlungen: Stadtgeschichtliches Museum Wittenberg, Musée d´Orsay Paris, Galerie „der Panther“, München

Birgit Schlieps
Fliegende Blätter | Latające liście, 2025, Wandbild, Acrylfarbe (lila, gelb, grün, beige), 319 x 566 cm + Baum | Drzewo, 2025, Pigment Print,143 x 83,5 cm + Giebel | Szczyt, 2025, Pigment Print, 74 x 82 cm in der Ausstellung Powidoki | Nachbilder zwischen den Bruchlinien der Geschichte | pomiędzy liniami złamania historii_Zwinger Galerie, Berlin 2025. Foto: Ludger Paffrath, VG Bildkunst.

Birgit Schlieps ist bildende Künstlerin und lebt seit 1987 in Berlin. Sie ist Mitbegründerin der Künstler/innengruppe Stadt im Regal. Lehrende, forschende und kuratorische Tätigkeit im Bereich Kunst im Kontext von Architektur, Design und dem urbanen Raum. Sie promovierte im Bereich urbaner Fotografie und Stadtforschung an der HFBK Hamburg, Publikation: »Bildphänomene einer Plattenstadt in der kasachischen Steppe«, Hamburg: Materialverlag HFBK 2021. Sie studierte Bildhauerei, Multimedia und Architektur an der Universität der Künste Berlin, Architectural Association London und Cooper Union New York und war wissenschaftlich-künstlerische Mitarbeiterin an der TU Berlin, Dozentin an der UdK Berlin und Gastprofessorin an der UQUAM, École de design, Montréal/ Berlin. Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 seit 2026.

Niagara Falls, 2009, Fotografie 1920/2009, gerastert 10 Lin./Zoll, C-Print, tapeziert, 5,20 x 7,60 m (innen über zwei Geschosse); Holzgerüst, 5,00 m x 4,00 m x 3,70 m (außen)_Letzte Überprüfung - Grenzwachturm Schlesischer Busch, Flutgraben e.V., Berlin 2009. Foto: Birgit Schlieps, VG Bildkunst.
Niagara Falls, 2009, Fotografie 1920/2009, gerastert 10 Lin./Zoll, C-Print, tapeziert, 5,20 x 7,60 m (innen über zwei Geschosse); Holzgerüst, 5,00 m x 4,00 m x 3,70 m (außen)_Letzte Überprüfung – Grenzwachturm Schlesischer Busch, Flutgraben e.V., Berlin 2009. Foto: Birgit Schlieps, VG Bildkunst.

Die Künstlerin arbeitet mit konzeptueller Fotografie, Zeichnung, Text, Skulptur und ortspezifischen Installation und hat für sich den Begriff der URBANEN BILDHAUEREI entwickelt. Sie interessiert sich für die zufälligen und psychischen Dimensionen des Bildes, die spekulative Erzählungen, unsichtbare Landschaften und Landschaften mit unsichtbaren Geschichten hervorrufen.Die entstehenden künstlerischen Arbeiten funktionieren wie Ellipsen, die mit leichten Bedeutungsverschiebungen in der Repräsentation und dem Gebrauch eines Materials, eines Mediums ein Thema umkreisen. Im Sinne einer investigativen und imaginativen Revision der Moderne versteht sie ihre Arbeit als eine Form bildnerischer Gegenwartsarchäologie, durch die die komplexe Topographie und Topologie eines Ortes wahrnehmbar wird.

Ihre Praxis verbindet Theorien des Sehens mit Ebenen der unmittelbaren Wahrnehmung, die Leerstellen und Bedingungen des Relationalen mit einschließen.

Ausstellungen in Institutionen und Galerien (Auswahl): Zwinger Galerie, Berlin; Galerie im Saalbau Neukölln, Berlin; super bien! gewächshaus für zeitgenössische kunst, Berlin; Galerie Nord, Kunstverein Tiergarten, Berlin; ratskeller, Galerie für zeitgenössische Kunst, Berlin-Lichtenberg; Nationalgalerie Staatliche Museen zu Berlin; Akademie der Künste Berlin West; Künstlerhaus Frise, Hamburg;  ICA, Dunaújváros, Ungarn; Centre d’Art Passerelle, Brest; Stadtmuseum Graz; Hartware MedienKunstVerein, Phoenixhalle, Dortmund; offspace, Wien; Gesellschaft der Freunde junger Kunst, Baden-Baden; Galerie La Panaderia, Mexiko City; China Art Objects Gallery, Los Angeles.

Tribuna Ospiti - Il quadro è mutato, 2017, 18/(33) -teilige Serie, Text auf Papier + Digital Fotoprint, gerahmt 29,7 x 42 cm; 4 Papiertütenskulpturen, doppellagig gefaltetes Papier, Aquarell, Pigment liner, 1(144 x 80 x 36 cm), 3 (126 x 70 x 30 cm); 4 Absperrständer, aufgestellt im Quadrat, blaues Tauwerk; Pescinara-Schriftzug, Tusche, 70 x 230 cm_Zwinger Galerie, Berlin 2017. Foto: Birgit Schlieps, VG Bildkunst.
Tribuna Ospiti – Il quadro è mutato, 2017, 18/(33) -teilige Serie, Text auf Papier + Digital Fotoprint, gerahmt 29,7 x 42 cm; 4 Papiertütenskulpturen, doppellagig gefaltetes Papier, Aquarell, Pigment liner, 1(144 x 80 x 36 cm), 3 (126 x 70 x 30 cm); 4 Absperrständer, aufgestellt im Quadrat, blaues Tauwerk; Pescinara-Schriftzug, Tusche, 70 x 230 cm_Zwinger Galerie, Berlin 2017. Foto: Birgit Schlieps, VG Bildkunst.

www.birgitschlieps.de | www.zwinger-galerie.de | www.stadtimregal.de | @birgitschlieps

Erna Schmidt-Caroll
Erna Schmidt-Caroll, o.T., 1920er Jahre, 14,7 x 10,1 cm, 20 x 15,5 cm, Lithographie, Sammlung Gruber, Wittenberg, Foto ©Sammlung Gruber Wittenberg

Erna Schmidt-Caroll (30.10.1896 Berlin-16.4.1964 München) war eine deutsche Malerin und Gestalterin. Sie lebte und arbeite in Berlin, Hannover, Hamburg und München. Schmidt-Caroll war 1930-33 Mitglied im VdBK und beteiligte sich 1930, 1932 und 1933 an den Vereinsausstellungen. Material befindet sich im Archiv des VdBK in der Akademie der Künste.

Erna Schmidt-Caroll besuchte 1914-16 die Kunstakademie Breslau, wo sie Zeichnen und Akt bei Arnold Busch studierte. 1917-1920 war sie an der Unterrichtsanstalt des Staatlichen Kunstgewerbemuseums Berlin bei Emil Orlik, bei dem sie ihren Meisterschülerabschluss machte.

Ab 1916 arbeitete sie für die Berliner Firma Gerson als Modezeichnerin und betätigte sich parallel dazu als freischaffende Künstlerin, Illustratorin und Gestalterin für Textilien. 1926-1943 unterrichtete Erna Schmidt-Caroll an der Reimann-Schule und deren Nachfolgeinstitution „Kunst und Werk“. In den beiden letzten Kriegsjahren wurde die Künstlerin nach Herischdorf/Riesengebirge evakuiert. Hier musste sie Kriegshilfsdienst in einer Zellulosefabrik leisten. 1945 floh sie nach Schlesien und verlor einen Teil ihres künstlerischen Werks.

Nach 1945 ließ sie sich zunächst als freischaffende Künstlerin,Illustratorin und Gestalterin in Landshut und München nieder. Dann leitete sie 1951-1955 die Abteilung für Grafik und Mode an der Werkkunstschule Hannover und 1955-1961 die Entwurfsklasse für Figur, Akt und Komposition an der Meisterschule für Mode in Hamburg. 1963 siedelte sie nach München über, 1964 erhielt sie einen Teil ihrer verlorenen Arbeiten zurück.

Mit expressiver Farbigkeit und Ausdruckskraft hielt Erna Schmidt-Caroll Großstadtszenen, Landschaften sowie Portraits der Berliner Bohème fest. Damit zählt sie zu den zeitkritischen Künstlern der 1920er Jahre und zur sogen. „verschollenen Generation“, deren künstlerische Entwicklung den Restriktionen der nationalsozialistischen Kunstpolitik zum Opfer fiel.

Schmidt-Caroll beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen, darunter die Berliner Secession und die Große Berliner Kunstausstellung. 1938 hatte sie eine Einzelausstellung in der Galerie Gurlitt.

Werke befinden sich in der Sammlung Gruber Wittenberg.

Katharina Schnitzler
Katharina Schnitzler, Süße Präposition_Zuckerberg Zeichnungen auf Magazinseite 38 cm x 26 cm, Foto © Eric Tschernow VG Bild-Kunst, © Katharina Schnitzler VG Bild-Kunst

Katharina Schnitzler
Katharina Schnitzler, RUND TONDO ROUND ROND 2020 Mischtechnik auf Leinwand ø 170cm, Foto © Eric Tschernow VG Bild-Kunst, © Katharina Schnitzler VG Bild-Kunst

Katharina Schnitzler (*1963 in Düsseldorf) ist Malerin und Zeichnerin. Sie wächst in einem künstlerischen Umfeld auf, lebt und arbeitet in Berlin und unterwegs.

Von 1995 bis 1999 studiert sie Kunsttherapie/Kunstpädagog an der Fachhochschule Ottersberg (Diplom), wechselt dann an die UdK Berlin und schließt dort 2003 mit dem Master of Art ab. Ihre Werke sind seit 1999 in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland, regelmäßig auf der ART Karlsruhe und der POSITIONS Berlin und zu sehen. Einzelne Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, wie dem „Neuer Berliner Kunstverein“, H.H.Sheikh Mohammed Bin Rashid al Makttoum, Ruler of Dubai, H.R.H. Princess Haya Bint al Hussein.

Seit 2020 ist sie Mitglied im VdBK.

Katharina Schnitzler, eine Forscherin im Dazwischen, konfrontiert uns mit der Wahrnehmung und unseren angenommenen Realitäten. Sie schafft Bildwelten, die auf subjektive Weise das menschliche Bedürfnis nach Lösungen erfüllen. In ihrer Arbeit überlagert sie unzählige Texturen, Farbschichten, Zeichnungen und Text. Es entstehen Gemälde – installiert, poetisch, tief, witzig, eng verwoben und dabei brutal und schön zugleich.

Katharina Schnitzler
escape vehicle#1955 Mischtechnik auf Leinwand 180 cm x 160 cm 2019, Foto © Eric Tschernow VG Bild-Kunst, © Katharina Schnitzler VG Bild-Kunst

(Zu den Papierarbeiten „Frau als Törtchen)

Zeichnungen auf Papier, Magazinseiten entstehen meistens in Serien.

Zeichne mir ein Haus, einen Hund! Zeichne mir eine Welt, in der die harten Kanten wattig werden!

Nein, ich zeichne Dir und mir etwas zum Lachen, wir brauchen einen Strohhalm, der uns eine Richtung zeigt.

Es gibt nie nur eine Realität. Es gibt einen Anfang und ein Ende, aber das ist nicht sicher.

Leute, die mit Geistern reden, können vielleicht unsere Welt retten. Manche Kinder können das, Künstler*innen manchmal und ich bin auf der Suche nach allen anderen.

Musik schwebt – Teppiche fliegen – Menschen husten, sind klein – Bedeutung ist ohne Bedeutung.

Und ich weiß, flüchten hilft nicht. – Die Erde ist rund und keine Scheibe.

Zeichne mir ein Schaf!

 

Webseite von Katharina Schnitzler

Galerie: Mianki

 

 

 

 

 

Elisabeth Schott
Elisabeth Schott, Fontäne von Sanssouci, o.J., 48 x 38 cm, Gouache, Privatbesitz, Foto: Eric Tschernow

Elisabeth Schott (22.2.1874 Posen-13.3.1955 Berlin-Lichterfelde) war eine deutsche Stillleben und Landschaftsmalerin. Sie lebte und arbeitete in Berlin. Schott war Schülerin an der Zeichen- und Malschule des VdBK, wo sie in der Landschafts-, Stillleben, Portrait- und Aktmalerei ausgebildet wurde. 1901-1928/29 war sie VdBK-Mitglied und auf den Vereinsausstellungen 1901, 1904, 1918 und 1928/29 vertreten. Material befindet sich im Archiv des VdBK in der Akademie der Künste.

Elisabeth Schott war Schülerin des Secessionskünstlers Heinrich-Eduard Linde-Walther. Ab 1900 betätigte sie sich als freischaffende Malerin. Studienreisen führten sie nach Schweden, Italien, Holland, Hiddensee und an die Ostseeküste.

Die Künstlerin war Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands (RvbK), in der Allgemeinen deutschen Kunstgenossenschaft und im Steglitzer Künstlerverein.