Laura Bruce
De Septentrione ad Austrum_2015,Ölpastel auf Schultafellack, 1000 x 600cm, Foto Uwe Walter

„Die seit 1990 in Berlin lebende und arbeitende Künstlerin Laura Bruce studierte an der Slade School of Art in London und arbeitet seitdem in den Bereichen Malerei, Video und Skulptur,

Laura Bruce
Atticus at the Front, 2018, Grafit auf Papier, 155 x 113cm_S

wobei ihr Schwerpunkt auf der Zeichnung liegt. Bruces Zeichnungen vereinen ihr Interesse an der Untersuchung von Narrativem, Verweise auf Domestizität, Natur und eine Prekarität des Lebens.“

Julia Rosenbaum

Webseite: www.laura-bruce.com

Bettina Cohnen
Bettina Cohnen, Nebenschauplätze, Gefälle #4, 2008, Pigmentprint, 35 x 28,5 cm, © Bettina Cohnen

Bettina Cohnen (*1973) lebt und arbeitet in Berlin. Sie ist seit 2015 Mitglied im VdBK 1867 und beteiligte sich 2017 an der Ausstellung „Fortsetzung jetzt! 150 Jahre Verein der Berliner Künstlerinnen“, Teil 4 in der Galerie Alte Kaserne, Zitadelle Spandau, Berlin.

Bettina Cohnen
Bettina Cohnen, Frau mit Kind #4, 2011, Pigmentprint, Größe variabel, © Bettina Cohnen

Die Künstlerin thematisiert mit Hilfe von Selbstinszenierungen und Porträtstudien den fortlaufenden Prozess der Identitätsfindung. In narrativen Bildsequenzen befragt sie das Alltägliche nach seinem persönlichkeitsbildendem Potential, dekliniert verschiedene Weiblichkeitsentwürfe und althergebrachte Rollenbilder durch. In ihren Porträtstudien erzeugt sie den fotografisch richtigen Augenblick und sucht in diesen Inszenierungen nach Dingen, die uns bewegen, die uns wichtig sind (nach einem Zitat von Bettina Cohnen).

Bettina Cohnen studierte 1996-2002 Bildende Kunst an der Fachhochschule Hannover und 2002-2003 am California Institute of the Arts (CalArts) in Los Angeles. Sie ist Meisterschülerin von Ulrich Eller (2002). Ein Stipendium des Landes Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung führte sie 2008 nach New York, wo sie am International Studio and Curatorial Program (ISCP) teilnahm. 2008 und 2013 wurde ihre fotografische Arbeit in die Shortlist des Aenne-Biermann-Preises für Deutsche Gegenwartsfotografie aufgenommen. 2012 erhielt sie die Projektförderung Internationaler Kulturaustausch der Kulturverwaltung des Berliner Senats und 2018 eine Projektförderung durch das Kulturamt Pankow/Berlin.

Bettina Cohnen
Bettina Cohnen, Resonanzraum #1, nach Gustav Mahler “Auferstehungssymphonie”, 2015, Pigmentprint, 42 x 59,4 cm, © Bettina Cohnen

Ihre Arbeiten zeigte sie in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl). 2009: Fake, Halle für Kunst, Lüneburg (Einzelausstellung). Fiction, Kunstverein Hildesheim (Einzelausstellung). The 21st Century, 2009 International Incheon Women Artists‘ Biennale, Südkorea. 2010: Nebenschauplätze, Vom Scheitern der Empathie, Museum Wäschefabrik, Bielefeld (Einzelausstellung). Libretto (Und was sie ist, das wage sie zu scheinen!) Kronenboden, Berlin (Einzelausstellung). Clueless, Manifattura Tabacchi, Turin. Look at the window – Das Fenster im Blick, zeitgenössischer Fotografie, Galerie Axel Obiger, Berlin. 2012: Cocooning, konnektor, Forum für Künste, Hannover (Einzelausstellung). 2013: 10. Aenne-Biermann-Preis, Museum für Angewandte Kunst Gera. Clue (less), Ring Gallery, HDLU, Zagreb. 2014: Meenactment, partizipative Foto-Aktion, KunstSalon Köln (Einzelausstellung). 2016: The Girl´s best friends, Hier. Ausstellungen & Atelier, Berlin (Einzelausstellung). 2017: Ghost Station, Bos 17, Berlin. 2018: Weißenseer Porträtgespräche, Hier. Ausstellungen & Atelier, Berlin.

Website von Bettina Cohnen

 

Molly Cramer
Molly Cramer, Häuser in den Dünen, um 1910, 50 x 70 cm, Öl/Lwd., Galerie Panther, Freising

Molly Cramer (25.06.1852 in Hamburg-18.01.1936 ebenda) war eine Blumen-, Landschafts- und Porträtmalerin. Sie lebte und arbeitete in Hamburg. Cramer war Mitglied im VdBK von 1892-1916 und stellte dort 1896, 1898 und 1904 aus. Material befindet sich im VdBK-Archiv.

Molly Cramer stammt aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie und ist die Schwester der Malerin Helene Cramer. Gemeinsam mit Helene bildete sie sich ab 1882 künstlerisch aus. Sie studierte bei Theobald Riesfesell, Carl Rodeck und Hinrich Wrage in Hamburg. 1890 ging Molly Cramer nach Antwerpen zu Eugène Joors, der sie in der altholländischen Stilrichtung schulte. Ab 1898 wandte sie sich auch impressionistischen Landschafts- und Portraitdarstellungen zu. Nach ihrer Rückkehr nach Hamburg gewann sie die Unterstützung des Direktors der Kunsthalle, Alfred Lichtwark, der mehrere Werke für das Museum ankaufte. Auf Lichtwarks Vermittlung hin entstand der Kontakt zu den Hamburger Malern Ernst Eitner, Arthur Illies und Paul Kayser vom Hamburgischen Künstlerclub. Hier stellte Molly Cramer mit ihrer Schwester aus, wurde aber nicht Mitglied.

Das Haus der beiden Künstlerinnen wurde zum Treffpunkt der Hamburger Künstlerschaft, und Molly Cramer förderte ihre jungen Kollegen. Die Künstlerin stellte u.a. im Glaspalast München (1889-1902), auf der Großen Berliner Kunstausstellung (1893-1908) sowie in Moskau, Budapest, London und Chicago (1893) aus.

Werke der Malerin befinden sich in folgenden Museen und Sammlungen: Kunsthalle Hamburg, Kaiser Wilhelm Museum Krefeld, Galerie Panther München

Anna von Damnitz
Anna von Damnitz, Weg auf Hiddensee, um 1900, 67x 57 cm, Öl/Lwd., Galerie "der Panther", München, © Galerie "der Panther, München

Anna von Damnitz (31.05.1871 Sternalitz/Oberschlesien-18.05.1945 Potsdam) war eine deutsche Landschafts-, Stillleben- und Genremalerin. Sie lebte und arbeitete in Berlin. Von 1913-1927 war sie Mitglied im VdBK.

Anna von Damnitz studierte in München und Berlin, hier u. a. bei Walter Leistikow. In der Manier der modernen deutschen Landschaftsmalerei hielt die Künstlerin Ansichten von Hiddensee, von Märkischen Seen und Parklandschaften fest.

Werke befinden sich in der Galerie „der Panther“, München

Ines Doleschal
Faltungen No 27, 2021, Acryl auf Leinwand; 50 x 40 cm (Bild- und Fotorechte: Künstlerin und VG Bild-Kunst)

 

Ines Doleschal in 8 aus 54, Käthe-Kollwitz-Museum, 2020

Ines Doleschal (*1972 in Waiblingen bei Stuttgart) lebt und arbeitet in Berlin und Dessau. Sie ist seit 2019 Mitglied des VdBK 1867.

Ines Doleschal studierte zunächst von 1992-1995 Kunstgeschichte und Anglistik an der Universität Tübingen. Während eines Austauschjahres im Art department am Goldsmiths’ College in London entschied sie sich für ein Kunststudium und setzte dieses, wieder in Deutschland, an der Kunstakademie Münster u.a. bei Elly Strik fort. Parallel zum Studium der Malerei absolvierte Doleschal ein Lehramtstudium für Kunst und Englisch an der Uni Münster, das sie 2001 mit einem Staatsexamen abschloss. In Berlin folgte ab 2001 – unterbrochen durch die Geburt ihres ersten Kindes – das postgraduale Masterstudium „Kunst im Kontext“ an der Universität der Künste.

Neben ihrer Ausstellungstätigkeit in Gruppen- und Einzelausstellung (u.a. am Käthe Kollwitz Museum Berlin, in der Galerie Greulich in Frankfurt am Main und der Galerie Nanna Preußners in Hamburg, im Kunstverein Oerlinghausen, in der Städtischen Galerie Ostfildern oder im Kunstverein Bellevue-Saal in Wiesbaden und im KunstHaus Potsdam), arbeitet die Künstlerin freiberuflich an den Staatlichen Museen zu Berlin und am Museum Barberini, Potsdam, sowie als Dozentin an verschiedenen Berliner Bildungseinrichtungen. Inzwischen dreifache Mutter war sie 2018 Mitiniatorin des Netzwerks kunst+kind berlin, das sich für mehr Vereinbarkeit von Beruf und Care-Arbeit im Kunstbetrieb einsetzt. 2019 konzipierte und co-kuratierte Doleschal die Ausstellung „KLASSE DAMEN! 100 Jahre Öffnung der Kunstakademie Berlin für Frauen“ im Schloss Biesdorf bei Berlin. Mit der Gründung des Aktionsbündnisses fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen zusammen mit Rachel Kohn verfolgt Doleschal seit 2020 auch öffentlichkeitswirksam das Ziel, mehr Geschlechtergerechtigkeit und Präsenz von Künstlerinnen in der deutschen Ausstellungs- und Museumslandschaft zu erreichen.

Doleschal publiziert Artikel und Blogbeitrage zum Thema Sichtbarkeit von Künstlerinnen in einschlägigen Print- und digitalen Medien (z.B. „(K)ein Raum für mich allein – Künstlerinnen in der Alten Nationalgalerie“ in: blog.smb.museum/ oder „Vom Malweib zur Quotenkünstlerin – warum Umdenken nötig ist“ in: kultur politik, 3/2019) und.

Ines Doleschal
bauhaus, weiblich (für Gunta Stölzl), 2019, Acryl auf Papier, 42 x 27,9 cm, Privatbesitz (Bild- und Fotorechte: Künstlerin und VG Bild-Kunst)

Ines Doleschal wurde mit folgenden Stipendien und Preisen ausgezeichnet:

2021 Förderung für „Innovative Kunstprojekte“ des NEUSTART-Programms der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien; 2020 Förderung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Kulturprojekte Berlin. Förderung für Künstler*innen mit Kindern durch die Stiftung kulturvoll e.V.; 2011 Aufenthaltsstipendium der Landis+Gyr-Stiftung, Zug, CH; 2010 Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop; 2009 Stipendium des Kunstvereins Frankfurt Oder; 2007 Stipendium Agnes Straub und Käthe Dorsch-Stiftung Berlin; 1999 Förderstipendium der Kunstakademie Münster.

www.ines-doleschal.de

https://de.wikipedia.org/wiki/Ines_Doleschal

www.kunstundkind.berlin