Karen Stuke (*1970) lebt und arbeitet als Fotokünstlerin und freie Fotografin in Berlin. Seit 2022 ist sie Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 (VdBK1867) und seit 2012 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit stehen experimentelle und konzeptionelle Fotografie, insbesondere Camera obscura-Aufnahmen und analoge Langzeitbelichtungen.

Ausstellungsansicht:„Hotel Bogota“, Helmut Newton Foundation, Berlin, 2025
ZIMMER 415 mit Fluchtplan, aus der Serie „Hotel Bogota“, Lochkamerafotografie, Langzeitbelichtung

Seit 1994 beschäftigt sie sich mit der Lochkamera als eigenständigem künstlerischem Instrument. In ihren Arbeiten untersucht sie das Verhältnis von Zeit, Licht, Bewegung und Erinnerung. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist ihre Serie Opera Obscura, in der sie ganze Theater- und Opernaufführungen während ihrer tatsächlichen Spieldauer in einem einzigen fotografischen Bild festhält. Weitere Werkserien sind unter anderem Sleeping Sister, Hotel Bogota, Stuke after Sebald’s Austerlitz, City Lights, Caruso Sings Again und Pastagramme.

1999 schloss sie ihr Studium der Visuellen Kommunikation mit Schwerpunkt Foto/Film an der Fachhochschule Bielefeld bei Prof. Dr. Gottfried Jäger und Prof. Jürgen Heinemann ab. 1996 absolvierte sie einen Erasmus-Auslandsaufenthalt an der Academie Minerva in Groningen.

Ausstellungsansicht:“Stuke after Sebald’s Austerlitz“, The Wapping Project, London, 2013
Ausstellungsansicht: “Stuke after Sebald’s Austerlitz“, The Wapping Project, London, 2013

Zu ihren wichtigen Einzelausstellungen zählen Opera Obscura (Wien, 2010; Neapel, 2011), Stuke after Sebald’s Austerlitz (The Wapping Project, London, 2013), Wandelhalle (Kommunale Galerie Berlin, 2019) und BELLA FIGURA – Pastagrams (Showroom Simone Klein, Köln, 2024). Ihre Arbeiten wurden unter anderem im PAN – Palazzo delle Arti Napoli, im Deutschen Theatermuseum München und in der Helmut Newton Foundation Berlin präsentiert. 2025 erwarb das Stadtmuseum Berlin fünf fotografische Arbeiten aus Karen Stukes Serie Opera Obscura von Berliner Operninszenierungen.

aus der Serie „Pastagramme“Fotogramm von Pasta, 2023 analoge Kameralose Fotografie
SPAGHETTI 04, aus der Serie „Pastagramme“, 2023, 
analoge, kameralose Fotografie

Zu ihren Auszeichnungen und Förderungen gehören das Stipendium der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW (1999), der Sonderpreis der Jury beim Kunstpreis des Hauses am Kleistpark (2013), die Auszeichnung des Berliner Senats für den Projektraum Kronenboden (2017) sowie das Projektraumstipendium Bildende Kunst des Berliner Senats (2021). 2020 stand sie auf der Shortlist des Vonovia Award für Fotografie.

Webseiten:
karenstuke.de
theaterfoto.com
carusosingsagain.com
kronenboden.de