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Irène Hug
"Repräsentation", 2020. L40 – Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa-Luxemburg-Platz. Wandgestaltung des Foyers; Wandmalerei, Leuchtstoffröhren, 360 x 560 cm

Irène Hug, geboren 1964 in Zürich, lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Berlin. Sie studierte Malerei an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ist sie seit 2019 zusammen mit Elisabeth Sonneck Leiterin des Projektraums super bien!. Seit 2023 ist sie Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen 1867.

Irène Hug
„Raw Mediacompetence“, 2023. Rauminstallation bei berlin-weekly. Gefundene Buchstaben, LEDs, Leuchtstoffröhren, Wandfarbe-Betongemisch

Weit entfernt von der cleanen Schriftkunst amerikanischer Minimalisten oder Konzeptkünstler, konfrontiert uns Irène Hug mit ihren Botschaften in grellen Leuchtschriften, Objekten, Installationen und Fotografien. Hug bearbeitet und verwertet die typografischen Formen von Wegweisern, Logos und Reklameslogans, die weltweit urbane Räume überziehen. Mit den Techniken der Appropriation, der Montage, des Zitats und der Retusche reagiert sie auf die vorgefundenen Materialien, Situationen oder stereotypen Erscheinungsbilder, deren Bedeutung sie mittels pointierter und zugleich komplexer gestalterischer Eingriffe verändert und kommentiert. Mit subtilem Witz hinterfragt Irène Hug unseren Glauben an die Wahrheit der vermeintlich objektiven Welt (oder ihrer Darstellung), unsere Verstrickungen in omnipräsenten Konsumismus und fordert uns auf, gleichsam hinter den Oberflächen, der wahren Bedeutung von Dingen und Worten auf den Grund zu gehen.

Irène Hug
„Von Wahl to Whale“, 2022. Hosek Contemporary, Berlin, in einem historischen Frachtschiff. 56 Leuchtstoffröhren, Stahlseile, Soundkomposition von Joke Lanz ca 175 × 500 x 500 cm

Ausstellungen bei folgenden Institutionen und Galerien (Auswahl): Haus am Lützowplatz, nGbK Berlin, House of Arts, Brünn/Brno, Centre Culturel Suisse Paris, Overbeck-Gesellschaf Lübeck, Stedelijk Museum s’Hertogenbosch NL, Galerie Hubert Bächler Zürich, Galerie Römerapotheke, Zürich, LAGE EGAL und Raum für aktuelle Kunst, Berlin, L40, Verein zur Förderung von Kunst und Kultur, Berlin, Galerie Blank Projects Cape- Town RSA, Kunsthalle Baden-Baden

Website von Irène Hug www.irenehug.com

Bettina Hutschek
Still aus Die Angaben. 2026 Documentary Film-Essay, 4K, 9:50min © VG Bildkunst

Bettina Hutschek untersucht, wie kollektive Erzählungen entstehen, sich verfestigen und Autorität beanspruchen können. Durch poetische, absurde oder humorvolle Geschichten, die oft an der Grenze von Fiktion und “Wahrheit” changieren, sucht sie ideologische Narrative zu dekonstruieren.

Controversial (Type 105). From the series “Type”2025 Schreibmaschinenzeichnung (Olivetti Lettera 32), Zeichnung und Collage auf Hahnemühle Nostalgie Papier 190 g/m2, 14,8 x 21 cm © VG Bildkunst
Controversial (Type 105). From the series “Type”, 2025
Schreibmaschinenzeichnung (Olivetti Lettera 32), Zeichnung und Collage auf Hahnemühle Nostalgie Papier 190 g/m2, 14,8 x 21 cm
© VG Bildkunst

Ihre künstlerische Praxis umfasst Essayfilme, Text, performative Formate, Augmented-Reality-Arbeiten, Schreibmaschinenzeichnungen sowie ortsspezifische Arbeiten im öffentlichen Raum. Auch kuratieren gehört zu ihrer Praxis, so gründete sie 2013 den Verein FRAGMENTA Malta als Plattform für experimentelle Kunst im öffentlichen Raum, den sie bis heute leitet, und kuratierte 2017 gemeinsam mit Raphael Vella den Malta-Pavillon der 57. Biennale von Venedig.

Sie studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaft (Universität Augsburg, Humboldt-Universität zu Berlin) und Freie Kunst (UdK Berlin, Universidad de Barcelona), was sie als Meisterschülerin bei Tina Bara an der HGB Leipzig abschloss. Sie arbeitete als Kunstvermittlerin in Brest (F) und war Visiting Scholar am Department of Performance Studies der NYU Tisch School of the Arts, New York. 2020–2025 absolvierte sie den Master Konferenzdolmetschen an der Universität Leipzig (IALT) mit einer postkolonial ausgerichteten Abschlussarbeit zum Dolmetschen im Restitutionskontext.

ENCRYPTION #3: (Sima Bahous on violence against women in the digital space, Nov. 2025) 2026 Zeichnung auf Alu-Dibond, 4 x 5 m Commissioned by MaltaBiennale26. Public Space, Ta Kola Windmill, Gozo Foto Bettina Hutschek und VG Bildkunst
ENCRYPTION #3: (Sima Bahous on violence against women in the digital space, Nov. 2025), 2026
Zeichnung auf Alu-Dibond, 4 x 5 m, Commissioned by MaltaBiennale26, Public Space, Ta Kola Windmill, Gozo
Foto Bettina Hutschek und VG Bildkunst

 

 

 

Ihre Arbeiten werden seit 2004 international gezeigt und von ihr performt, u.a. in und bei maltabiennale’26, Cappadox Festival, Fondation Cartier, maltabiennale 2024, NGBK Berlin, NBK Berlin, centre d‘art passerelle Brest, Musée Malraux Le Havre, Völkerkundemuseum Hamburg, Albertinum Dresden, ICCA Bukarest, Deutsches Haus NYC, Malta Contemporary Art, Museum der Bildenden Künste Leipzig, Kunstraum Kreuzberg, FIAC Paris, Blitz Valletta, Dokumentarfilmfest Kassel, Columbus Art Foundation, Palais du Tokyo Paris. Stipendien erlaubten ihr u.a. Aufenthalte in Istanbul, New York, Brest und Kamerun.

Ihre Werke befinden sich in öffentlichen und Privatsammlungen. Sie lebt zwischen Berlin und Gozo (Malta) und ist seit 2025 Mitglied im VdBK1867.

bettina-hutschek.com