Lottje Petra
Die 1973 geborene deutsche Künstlerin Petra Lottje schloss ihr Studium der Freien Kunst an der HBK Braunschweig nach Auslandsaufenthalten in Kanada und den USA im Jahr 2005 als Meisterschülerin von John Armleder ab. Seit 2006 lebt und arbeitet sie freischaffend in Berlin, wo sie sich in ihren Videos, Zeichnungen und Collagen intensiv mit zwischenmenschlichen Dynamiken als Spiegel gesellschaftlicher Strukturen auseinandersetzt.
„Meine künstlerische Arbeit erstreckt sich von der reduzierten Einstrichzeichnung mit Kohle über Videoinstallationen, Animation, Kurz- und Dokumentarfilme. Die Zeichnung bleibt dabei mein wichtigstes Medium.
Inhaltlich sprechen mich soziale und zwischenmenschliche Themen an. Kunsthistorisch interessieren mich Werke im zeitlichen und biografischen Kontext der jeweiligen KünstlerInnen, ich bin neugierig und immer wieder erstaunt (und auch beglückt), welche Ausdrucksmöglichkeiten Menschen finden, um ihre Themen sichtbar zu machen. Auch ich empfinde es als große Freiheit, verschiedene Ausdrucksformen zur Verfügung zu haben. Und ich bin davon überzeugt, dass das Private politisch sein kann – und sich das immer wieder in künstlerischen Werken,
so auch in meinem, wiederfindet.“

Petra Lottje hat Lehrtätigkeiten an der UDK Berlin und an der Kunstschule Die Etage übernommen und Ausstellungen im Kunstverein Neukölln und in der Zwitschermaschine Berlin kuratiert. Ihre künstlerische Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Märkischen Stipendium für Bildende Kunst sowie dem ersten Preis des Berliner DEKALOG Filmpreises 2014 für ihre Video-Arbeit „mir fehlt nichts“. Zudem erhielt sie 2011 den zweiten Platz bei der Young Collection 44 in Bremen, 2018 den Sonderpreis der STADT UND LAND Wohnen GmbH beim Neuköllner Kunstpreis und war im selben Jahr für den Marianne-Werefkin-Preis nominiert.

Lottjes Werke werden national wie international präsentiert.
Zu ihren wichtigen Einzelausstellungen zählen „Wahlweise Wach“ im Kunstverein Gütersloh (2026), „So sieht Sie der Kunde“ (2024), „DIVIDUUM“ (2020) und „TIMECODE“ (2017) in der Berliner Galerie Jarmuschek + Partner sowie „Poseidon lacht“ im Kunstverein KunstHaus Potsdam (2021), „Gefaltete Flügel“ (2024) im Allgemeinen Konsumverein Braunschweig und „Understatement Hyperbole“ bei SAVVY Contemporary (2010) in Berlin.
Darüber hinaus wurden ihre Arbeiten in Gruppenausstellungen und Screenings wie im Zentrum für Aktuelle Kunst der Zitadelle Spandau, In der GalerieEtage in Berlin, Schloß Biesdorf, im Horst-Janssen-Museum Oldenburg, beim Stuttgarter Filmwinter sowie auf der Havana Biennale, Schloß Britz Berlin, der Volta Basel und der Volta NY in New York gezeigt. Weiterhin sind ihre Kurzfilme international auf Filmfestivals vertreten.