Hutschek Bettina
Bettina Hutschek untersucht, wie kollektive Erzählungen entstehen, sich verfestigen und Autorität beanspruchen können. Durch poetische, absurde oder humorvolle Geschichten, die oft an der Grenze von Fiktion und “Wahrheit” changieren, sucht sie ideologische Narrative zu dekonstruieren.

Schreibmaschinenzeichnung (Olivetti Lettera 32), Zeichnung und Collage auf Hahnemühle Nostalgie Papier 190 g/m2, 14,8 x 21 cm
© VG Bildkunst
Ihre künstlerische Praxis umfasst Essayfilme, Text, performative Formate, Augmented-Reality-Arbeiten, Schreibmaschinenzeichnungen sowie ortsspezifische Arbeiten im öffentlichen Raum. Auch kuratieren gehört zu ihrer Praxis, so gründete sie 2013 den Verein FRAGMENTA Malta als Plattform für experimentelle Kunst im öffentlichen Raum, den sie bis heute leitet, und kuratierte 2017 gemeinsam mit Raphael Vella den Malta-Pavillon der 57. Biennale von Venedig.
Sie studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaft (Universität Augsburg, Humboldt-Universität zu Berlin) und Freie Kunst (UdK Berlin, Universidad de Barcelona), was sie als Meisterschülerin bei Tina Bara an der HGB Leipzig abschloss. Sie arbeitete als Kunstvermittlerin in Brest (F) und war Visiting Scholar am Department of Performance Studies der NYU Tisch School of the Arts, New York. 2020–2025 absolvierte sie den Master Konferenzdolmetschen an der Universität Leipzig (IALT) mit einer postkolonial ausgerichteten Abschlussarbeit zum Dolmetschen im Restitutionskontext.

Zeichnung auf Alu-Dibond, 4 x 5 m, Commissioned by MaltaBiennale26, Public Space, Ta Kola Windmill, Gozo
Foto Bettina Hutschek und VG Bildkunst
Ihre Arbeiten werden seit 2004 international gezeigt und von ihr performt, u.a. in und bei maltabiennale’26, Cappadox Festival, Fondation Cartier, maltabiennale 2024, NGBK Berlin, NBK Berlin, centre d‘art passerelle Brest, Musée Malraux Le Havre, Völkerkundemuseum Hamburg, Albertinum Dresden, ICCA Bukarest, Deutsches Haus NYC, Malta Contemporary Art, Museum der Bildenden Künste Leipzig, Kunstraum Kreuzberg, FIAC Paris, Blitz Valletta, Dokumentarfilmfest Kassel, Columbus Art Foundation, Palais du Tokyo Paris. Stipendien erlaubten ihr u.a. Aufenthalte in Istanbul, New York, Brest und Kamerun.
Ihre Werke befinden sich in öffentlichen und Privatsammlungen. Sie lebt zwischen Berlin und Gozo (Malta) und ist seit 2025 Mitglied im VdBK1867.