VERNISSAGE : Donnerstag, 08. Februar um 18 Uhr Begrüßung : Zuzanna Skiba, Künstlerin & Vorstand_vdbk1867 Einführung : Dieter Hoffmann-Axthelm
Gesprächsrunde : Samstag, 02. März um 16 – 18Uhr „there´s a crack in everything – that´s how the light gets in“ (Leonard Cohen) zum Werk beider Künstlerinnen mit Mara Loytved-Hardegg und Gästen
FINISSAGE : Sonntag, 31. März von 13 – 18 Uhr mit Umtrunk
ORT : Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 vdbk1867_Projektraum Eisenacher Str. 118, 10777 Berlin
Die Ausstellung zeigt Werke aus verschiedenen Schaffensperioden von Heide Pawelzik und Mara Loytved-Hardegg. Beide Künstlerinnen stellten zuletzt 2020 in einer Ausstellung in Bonn zum Thema Grundriss gemeinsam aus. Mara Loytved-Hardegg beschäftigte sich zudem künstlerisch immer wieder mit der Vorstellung von Zwischenräumen oder Lücken. Diese Begriffe, als Zwischenzeiten oder Zeitlücken gedacht, deuten auch auf Bezüge zur Geschichte hin. In vielen Arbeiten der beiden Künstlerinnen sind diese Bezüge, besonders die zur deutschen Vergangenheit des 20. Jahrhunderts, auf sehr unterschiedliche Weise deutlich zu spüren. Beide Künstlerinnen wurden 1942 als Kriegskinder in Deutschland geboren und sind davon geprägt. Heide Pawelziks raumgreifende Installationen beeindrucken durch die Addition ähnlicher, meist einzeln handwerklich hergestellter, nie ganz gleicher Elemente, sei es aus Kohle, Asche, Leim, Blei, Wachs oder auch Fotos. Mara Loytved-Hardeggs Medium ist primär die Malerei. Doch experimentiert sie auch mit anderen Medien im Raum und mit Fotos.
Die Arbeiten der beiden Künstlerinnen berühren auch immer wieder durch ihre Vielschichtigkeit und Poesie.
Eröffnung am Sonntag 26. November 2023 von 14 bis 17 Uhr
Öffnungszeiten: Samstag 02.12.2023 Sonntag 03.12.2023 Samstag 09.12.2023 Sonntag 10.12.2023 Samstag 16.12.2023 -> Adventskaffee mit Künstlerinnengespräch ab 15 Uhr Sonntag 17.12.2023
Samstag 06.01.2024 Sonntag 07.01.2024 Samstag 13.01.2024 Sonntag 14.01.2024 -> WinterSuppenGespräch zur Kunst ab 17 Uhr Samstag 20.01.2024 Sonntag 21.01.2024 Samstag 27.01.2024 Sonntag 28.01.2024 -> Neujahresgruß und Finissage ab 15 Uhr mit dem Vortrag „Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 – WER SIND WIR? GESTERN, HEUTE UND AUSBLICK“ von Dr. Birgit Möckel
Bereits zum dritten Mal in Folge präsentiert der Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 seine aktuellen Jahresgaben. 2023 haben sieben Künstlerinnen exklusiv für den Verein Editionen, Multiples und Unikatreihen erdacht und gestaltet, die sowohl einen Einblick in das jeweilige individuelle Schaffen vermitteln als auch umfassende Denkräume öffnen und – so die mit allen Jahresgaben verbundene Hoffnung – die Sammelleidenschaft und das Interesse an der zeitgenössischen Kunstproduktion insbesondere von Künstlerinnen befördern.
So unterschiedlich die Themen und Medien auch sein mögen, alle Arbeiten bilden eine weitreichende Projektionsfläche mit Perspektiven, die visuelle wie taktile Erfahrungen und Sehnsüchte mit einer vielschichtigen Wahrnehmung verbinden und zu immer neuen Fragen um Identität, Standpunkte und deren Darstellung führen. Jedes Werk findet seine eigene Sprache, seine Form und sein Medium, um zu wirken.
Keine Frage, der Kauf von Kunst macht Freude. Gerade zum Jahresausklang wird diese Freude auch gerne geschenkt. In jedem Falle bedeutet der Erwerb Wertschätzung und Anerkennung für die Künstlerinnen und hilft nicht zuletzt dem Verein, seinen Projekten und Zielen. Die Idee der Jahresgaben reicht mehr als 200 Jahre zurück. Um 1800 boten Kunstvereine ihren Mitgliedern die Option, „eines der vom Verein angekauften Kunstwerke per Losverfahren zu erhalten. Wer dabei leer ausging, bekam ein so genanntes ‚Nietenblatt‘, eine grafische Reproduktion. Aus diesen ‚Nietenblättern‘, die in der Folge getauscht und gehandelt wurden und so auch den Kunstmarkt nachhaltig prägten, sind die heutigen Jahresgaben hervorgegangen.“1
Ein Erfolgsmodell, an das der VdBK mit seinen Jahresgaben anknüpft, nicht zuletzt für seinen „Showroom“ mitten in Berlin. Diesen lebendigen Ort künstlerischer Freiräume, Experimente, Diskurse und Vermittlung gilt es in der Geschichte des Vereins der Berliner Künstlerinnen fest zu verankern.
Dr. Birgit Möckel
1 Pressemitteilung Jahresgaben 2019 der ADKV-Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine
Broschüre der Jahresgaben 2023 inkl. Preisangaben > Download PDF
Stolperstein für eine bedeutende Berliner Malerin und Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen von 1927–1933
ORT : An der Urania 7 (ehemals Nettelbeckstraße 23, letzter Wohnort der Künstlerin in Berlin)
Wir danken Lutz Mauersberger für die intensive Forschung zu Eugenie Fuchs. Er hat diese Veranstaltung in der Urania Berlin organisiert und möglich gemacht, daß wir an eine weitere jüdische Berliner Künstlerin erinnern können. Wir danken für die gemeinsame Schweigeminute und seine ausführliche Darstellung ihrer Biografie und der Geschichte ihrer Wiederentdeckung. Gesprochen haben außer Lutz Mauersberger der Kultursenator Joe Chialo und Paul Spieß, Direktor der Stiftung Stadtmuseum. Anschließend hat Rabbinerin Jasmin Bruck das Kaddisch gesprochen und gesungen und damit im Jahr ihres 150. Geburtstags endlich einen Ort des Gedenkens für Eugenie Fuchs geschaffen.
Link zum Eintrag Eugenie Fuchs im Lexikon auf vdbk1867.de
Die Ausstellung beleuchtet die Scherben vom eigenen Haushalt bis hin zur deutschen Geschichte und fragt, wie Scherben mit positiver oder negativer Symbolik verbunden sind: Was machen Scherben mit dem Glück? Können Scherben unser Leben beeinflussen? Macht es glücklich, etwas zu zerschlagen? Oder etwas zu reparieren? Können Scherben böse Geister vertreiben? Stehen Scherben für das Ende oder einen Neuanfang?
DOWNLOAD der Pressemitteilung und Einladungskarte als PDF: INFO • Einladung
Lapin Lovers – Über Hasen mit Julia Brodauf, Hannah Dougherty, Niki Elbe, anna onno gatjal, Felix Müller, Anja Nolte
8. September – 8. Oktober 2023 VERNISSAGE: Donnerstag, 7. September 2023 • 18 – 22 Uhr ÖFFNUNGSZEITEN: Donnerstag – Samstag, 16 – 19 Uhr
VERANSTALTUNG: Samstag, 16. September, 18 Uhr Falscher Hase / Dinner Drawings An der langen Tafel und zu Hasentexten sind alle eingeladen, Hasen zu doodeln FINISSAGE: Sonntag, 8. Oktober • 13 – 16 Uhr mit Filmpräsentation Rabbits in the Woods
Im September ist im Projektraum des Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867 eine wesenhaften Ausstellung zu sehen: In unterschiedlichen Medien dreht sich alles um das agile Langohr. Niki Elbe, Mitglied des Vereins, kuratiert eine Schau mit Kolleg:innen, in deren Werk Hasen eine Rolle spielen. Zu sehen gibt es Malerei und Zeichnung, Skulptur, Animation, Druckgrafik und Collage.
„Der Hase ist mein Symbol für einen Seelengefährten – und auch für diejenigen, die dessen Maske aufsetzen, um sich als solche auszugeben“ – so beschreibt die Kuratorin Niki Elbe das Wappentier ihrer Bildwelt. In ihren Skulpturen und Aquarellen taucht der Hase in vielerlei Gestalt auf, liegt schweräugig auf ihren Schultern oder verbirgt unter einer behäbigen Maske seine wahren Absichten.
„Für mich sind es Seismographen der Zeitgeschichte – am Hasen kann man ablesen, wie der Stand der Dinge ist“ ergänzt Anja Nolte. Ihr Hase ist ein digitaler – seine hellhörigen Ohren wippen im Takt einer endlosen Tanzbewegung, in die die Künstlerin das personenhohe Fabelwesen versetzt.
Hannah Dougherty macht ihre Faszination darüber deutlich, wie Künstler*innen und Publikum den Charakter des Kaninchens geformt haben: klug und oft erfüllt von einer Hybris. So fragt die Künstlerin, ob diese Eigenschaften eher als eine Projektion unserer selbst und weniger als Widerspiegelung ihrer tatsächlichen Eigenschaften gesehen werden? Sie untersucht dies in ihren zarten Zeichnungen und Collagen.
„Auf jeden Fall taucht er immer wieder auf, und das ist faszinierend“ stellt anna onno gatjal fest. Der Hase durchschwimmt die entscheidenden Stationen von Mythologie bis Kunstgeschichte (z.B. Dürer und Beuys) und lässt sich auch in ihrer Künstlerinnenbiographie zwischen Skulptur und Chaos Computer Club an entscheidenden Stationen blicken. Sie hat ihn in Porzellan, Keramik und nicht zuletzt in Marmor verewigt.
Hase oder Kaninchen? „Das Tier in seiner Flauschigkeit eignet sich für Interpretationen auch von Zuneigung, weil es keine Geräusche macht und kaum eine Mine verzieht“ meint Julia Brodauf. In ihren malerischen Collagen wird der Hase umarmt – was das Tier davon hält, bleibt unklar.
Dass die Beziehung zwischen Mensch und Tier eine ambivalente ist, zeigt sich auch in den Siebdrucken von Felix Müller. Hier ist das Tier ganz klar ein gruseliges, eine Fratze, ein bedrohliches Wesen. Der Hase als kulturelles Phänomen eignet sich natürlich für Wortspiele, Kindheitserinnerungen, Zitate und Bezüge – mit Spielfreude nehmen die Künstler:innen das Thema zu verschiedenen Veranstaltungen auch während der Berliner artweek auf.
Vielleicht ist der Hase auch einfach unbesiegbar, meint die Kuratorin.
Rabbits in the Woods
Dieser Film ist ein gemeinsames Kunstprojekt der Künstler*innen der Ausstellung RABBITORIUM im Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 e.V. Der Film wurde 2023 während der Ausstellungszeit in den Wäldern Berlins gedreht. Konzept, Idee, Hauptregie, Kamera, Filmschnitt, Sounddesign und Produktion von Anja Nolte. Schauspieler und Regisseure in the Woods: Niki Elbe, Julia Brodauf, David Brodauf, anna onno gatjal und Felix Müller. Besonderen Dank an Sandra!
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