Carralero Bierzynska Paula
Paula Carralero Bierzynska (* 1991 in Madrid, Spanien) lebt und arbeitet seit 2013 in Berlin. Seit 2026 ist sie Mitglied im VdBK 1867 e. V.

Das Malen ist ihr Kompass in einer von Bildern überfluteten Welt. Sie malt, um zu sehen, was ihr auf den ersten Blick entgangen ist, und schult so ihre beiläufige Wahrnehmung. Sie interessiert sich für Perspektiven auf den öffentlichen Raum und dessen Nutzung, für die Orte, die wir teilen, und die Menschen, die sie beleben. Sie malt direkt dort, wo man keine Kunst erwartet, beispielsweise auf dem Berliner Leopoldplatz oder im St.-Hedwig-Krankenhaus. Hier wie auch bei ihrem Porträts beeinflusst der Austausch mit den Menschen ihren malerischen Prozess.
Nach einer langen Praxis der Hinterglasmalerei (Kung-fu, 2018) kehrte sie zum Malen in Öl auf Leinwand zurück (Den Acheron entlang, 2025-26). Auch hier vereint sie verschiedene Beobachtungen und Perspektiven im Bild. Durch die Überlagerung lasierender Schichten oszillieren die Motive zwischen Materialität, Andeutung und Assoziation.
Die Künstlerin studierte von 2013 bis 2020 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Nader Ahriman. Einzelausstellungen hatte sie in der Galerie weisser elefant, im Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und in der Schiller-Bibliothek. Darüber hinaus nahm sie an Gruppenausstellungen teil, unter anderem in der Galerie Parterre, im Kunstverein Marburg, im Kunstverein Neukölln, im Brandenburgischen Kunstverein, im Frankfurter Kunstverein, im Gutshaus Neu-Kladow und im Künstlerhaus Bethanien.

Sie erhielt unter anderem den Mart Stam Preis, das Stipendium Neustart Kultur der Stiftung Kunstfonds, die Mittenmang Projektförderung und den Premio Encuentros Arte Joven. Sie nahm an den Residenzen „Begehungen Chemnitz”, „Künstlerhaus Edenkoben”, „Leopoldplatz” und „Kunstverein Landkunstleben” teil. 2023 realisierte sie eine Kunst-am-Bau-Arbeit im St.-Hedwig-Krankenhaus in Berlin. Zurzeit malt sie eine Deckeninstallation für das Gutshaus Neukladow in Berlin.