Witte Veronika
Veronika Witte (*1962 in Ahaus-Wessum, Westfalen) und arbeitet seit 1998 in Berlin.
Die multidisziplinäre künstlerische Praxis von Veronika Witte verbindet Skulptur, Video und Installation mit unterschiedlichsten Formaten der Vermittlung. Dieser erweiterte Ansatz spiegelt sich in vielfältigen interdisziplinären Installationen, langfristigen Feldforschungen und Kollaborationen sowie in der Konzeption und Programmgestaltung von Ausstellungsorten.

Der Körper als wandelbare Erscheinungsform steht im Zentrum der künstlerischen Arbeit von Veronika Witte. Ausgehend von der Bildhauerei entwickelt sie seit vielen Jahren medienübergreifende Arbeiten in denen sie die Bedeutung des Körpers in einer sich verändernden Gesellschaft untersucht. Dabei interessiert sie der Körper nicht nur als physische Realität, sondern auch als Projektionsfläche für Vorstellungen von Identität, Norm, Technologie und gesellschaftlicher Zugehörigkeit. In ihrer künstlerischen Feldforschung arbeitet sie mit Interviews, Texten, im Netz frei zugänglichen wissenschaftlichen Daten um Prozesse. Das dabei entstehende Bildmaterial der Befragungen bilden häufig die Grundlage für unterschiedliche künstlerische Ausformulierungen, die am Ende in eigenständige skulpturale Werkgruppen münden.

Von 1980- 1984 studierte Witte Pädagogilk an der Fachhochschule in Münster, Diplomthema „Weibliche Ästhetik?“. Bis 1986 arbeitet sie in der außerschulischen Weiterbildung. Von 1988 – 1993 studierte sie Bildhauerei, Installation und Video an der École nationale supérieure des Beaux-Arts in Paris bei Annette Messager und Barbara Leisgen und schloss 1994 mit dem Diplôme supérieur en arts plastiques ab. Witte wurde mit zahlreiche Stipendien, Normierungen und Auszeichnungen von französischen und deutschen Institutionen gefördert, darunter das Institut pour les Hautes Études in Paris, die Kunststiftung Baden-Württemberg, die UdK Berlin und das Berliner Goldrausch Künstlerinnenprogramm. Arbeitsaufenthalte in Israel, Vietnam, Sibirien und zahlreiche Projektförderungen folgten. 2026 erhielt sie das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds.