Özgünaydin Funda
Funda Özgünaydin (* 1978 in Frankfurt / Main) arbeitet, ausgehend von einem umfangreichen künstlerischen Materialarchiv, an hybriden Bildrealitäten, die durch das Collagieren, Dekonstruieren und (Neu-)Konstruieren von heterogenen Bestandteilen entstehen. In einem permanenten Wechselspiel zwischen fotografischer Vorlage, Materialapplikationen und subjektiver Übermalung generiert die Künstlerin neue Perspektiven auf Bildkonventionen und etablierte Narrative.
Dabei verschwimmen Gattungsgrenzen ebenso wie die Texturen künstlerischer Techniken. Zweidimensionale Arbeiten gewinnen haptische Qualitäten hinzu und analoge Medien transformieren sich weiter in den digitalen Raum. Fragen nach Authentizität, Aura und Bedeutung des Bildes lösen sich in visuelle Impulse auf, die jenseits rationaler Zugänge vor allem auf die emotionale Erfahrung Wert legen. Die surrealistischen Strategien der Camouflage, der Überzeichnung und Ironie spielen immer wieder die Hauptrolle in einem kaum zu überblickenden Bilderkosmos.

„Den Kontakt zur Natur zu verlieren, bedeutet für Funda, den Kontakt zur Menschlichkeit zu verlieren.“
Funda Özgünaydın studierte Bildende Kunst am Crawford College of Art and Design in Irland und schloss ihr Studium mit einem Diplom an der Universität der Künste (UdK) Berlin ab. Im Jahr 2014 wurde ihr in Anerkennung ihrer außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen der Titel der Meisterschülerin an der UdK Berlin in der Klasse von Prof. Dr. phil. Hito Steyerl verliehen.
Ihr akademischer Hintergrund umfasst zudem ein Auslandssemester an der Ungarischen Universität der Bildenden Künste in Budapest (2007) sowie die Teilnahme an der Workers Punk Art School in Berlin-Kreuzberg unter der Leitung von Hito Steyerl (2010).
Während der Pandemie (2020-23) erweiterte sie ihre Expertise durch universitäre Zertifikate in pädagogischen und kunstdidaktischen Programmen an der Freien Universität Berlin sowie der UdK Berlin.

Das künstlerische Werk von Funda Özgünaydin entzieht sich einer einfachen Kategorisierung. Es ist vielmehr ein fortwährender Prozess der Visualisierung, Dekonstruktion und radikalen Transformation.