Die 12 Neuen im Verein der Berliner Künstlerinnen 1867

Die 12 neuen Künstlerinnen des Vereins präsentieren sich.

Ausstellung vom 29. Mai bis 28. Juni 2026

Julia Brodauf | Paula Carralero Bierzynska | Anna Fiegen | Sylvia Henrich | Bettina Hutscheck | Petra Lottje | Anja Nolte | Birgit Schlieps | Anja Spitzer | Birgit Szepanski | Maria Vedder | Veronika Witte

Vernissage: Donnerstag, 28. Mai 2026 um 18 Uhr
Begrüßung: Vorstand Verein der Berliner Künstlerinnen 1867

FILMABEND am Donnerstag, 4. Juni um 19.30 Uhr
NEBENAN: MICHA, Portrait, 61 Min, 2025
Regie: Petra Lottje
mehr zum Film weiter unten

Finissage: Sonntag, 28. Juni von 14 bis 18 Uhr
HerStory-Walk mit Birgit Szepanski
Start um 14 Uhr
(bitte pünktlich kommen!)
Treffpunkt : VdbK1867_Projektraum, Eisenacher Straße 118, 10777 Berlin
Dauer: 1 Stunde Spaziergang rund um die Eisenacher Straße
mehr zum HerStory-Walk weiter unten

16 Uhr: Führung durch die Ausstellung & Gespräche mit den Künstlerinnen

Nach 3 Jahren Pause hat der Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 wieder ein kurzes Zeitfenster für das Bewerbungsverfahren eingeläutet und nun ganz aktuell 12 NEUE Künstlerinnen aufgenommen. Die Kriterien für die Aufnahme waren: Der Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ausschließlich in Berlin, mindestens 5 Jahre nachweisbare professionelle Arbeits- und Ausstellungstätigkeit nach Abschluss der künstlerischen Ausbildung. 
Die Welcome_Ausstellung zeigt die NEUEN POSITIONEN, die teilweise schon lange die zeitgenössische Berliner Kulturlandschaft formen und eine komplexe, wie interdisziplinäre eigene Sprache ebenso im internationalen Kunstgeschehen nachweisen. Gesellschaftliche Themen wie Identität oder Verortung werden individuell behandelt und die authentische künstlerische Sprache als das Sprachrohr des Zeitgeistes präsentiert. 

ORT: Showroom Verein der Berliner Künstlerinnen 1867
Eisenacher Straße 118 (Erdgeschoss!), 10777 Berlin

ÖFFNUNGSZEITEN: Donnerstag – Samstag, 16 – 19 Uhr

ÖPNV ANBINDUNG: U1/U2/U3 Nollendorfplatz 600 m • U7 Eisenacher Straße 1200 m •
Bus M19/M29 An der Urania 350m


FILMABEND am Donnerstag, 4. Juni um 19.30 Uhr
NEBENAN: MICHA, Portrait, 61 Min, 2025
Regie: Petra Lottje

„Der Nachbar, der Maler, der Tätowierte ohne Führerschein, der lieben konnte und Musik mag, der Länder bereist hat und sein Schicksal stets annahm. Und niemals sollte man Kinder zum Einkaufen schicken!“ (K. Lottje)
Das Leben meines West-Berliner Nachbarn (*1950) ist geprägt von Brüchen,Verlusten und Neuanfängen, begleitet von einer bemerkenswerten inneren Haltung. In den Pausen, beim Atemholen und im beiläufigen Humor offenbart sich seine Kraft und Lebensweisheit. Er spricht über Liebe, die Zerbrechlichkeit von Gesundheit, Tod, Einsamkeit in der Kindheit und den Abstieg ins Drogenmilieu – und die Wendung in seinem Leben, erreicht durch einen Wandel der inneren Haltung! Kein Urteilen, nur Zuhören. Es entwickelt sich eine Reflexion über Generationen, Vereinzelung und die stille Kraft von Würde, Humor und Menschlichkeit.

Nach oben


HerStory-Walk mit Birgit Szepanski am Sonntag, 28. Juni (Finissage)
Start um 14 Uhr
(bitte pünktlich kommen!)
Treffpunkt : VdbK1867_Projektraum, Eisenacher Straße 118, 10777 Berlin
Dauer: 1 Stunde Spaziergang rund um die Eisenacher Straße

Else-Lasker-Schüler-Str.

Der HerStory-Walk führt vom Ausstellungsraum in die unmittelbare urbane Umgebung.
Die Künstlerin Birgit Szepanski stellt im Spaziergang Künstlerinnen vor, die mit Orten im Kiez verbunden sind, wie beispielsweise die Tänzerin und Schauspielerin OLGA DESMOND (1890 -1964) mit dem ehemaligen Schauspielhaus Metropol, JEANNE MAMMEN, Malerin, Zeichnerin (1890 -1976, hat als Gast ebenso beim VdBK1867 mitgewirkt ) mit dem Nollendorfplatz und ELSE LASKER SCHÜLER, Zeichnerin und Dichterin (1869- 1945) mit der nach ihr benannten Straße. Der HerStory-Walk endet wieder am Projektraum des Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867.

Nach oben

Einladungskarte zur Ausstellung Die Wunderkammer der Anderen

24. Oktober bis 24. November 2024

Vernissage: Donnerstag 24. Oktober 18:00 – 21:00 Uhr
Einführung: Paula Anke

Eisenacher Straße 118, 10777 Berlin
Öffnungszeiten: Donnerstag – Samstag, 16:00 – 19:00 Uhr

Veranstaltungen während der Ausstellung:
Gespräch: Freitag 25. Oktober um 18:00 Uhr
Austausch über die Arbeit an einem Vermittlungsprogramm für Kinder in Anwesenheit der französischen Künstlerinnen (in Englisch)
Wunderspeisung: Freitag 8. November 19:00 Uhr Künstler*innen-Essen
Finissage: Sonntag 24. November ab 16:00 Uhr

Künstler*innen: Susanne Ahner • Kristin Albrecht • Murshida Arzu Alpana • Paula Anke • Andreas R. Bartsch • Fides Becker • Broder Burow • Bettina Cohnen • Anuschka Dreikandt • Burkhild Eichheim • Niki Elbe • Esther • Enzian • Pia Fischer • Frank • Daniela Fromberg • anna onno gatjal • Jeanne Gerardin • Vivian Gerardin • Dina Goldstein/Ayelet Golan • Sabine Herrmann • Margareta Hesse • Veronike Hinsberg • Ingartan • Friederike Jokisch • Delia Keller • Friederike Klotz • Pauline Kraneis • Rachel Kohn • Mara Loytved-Hardegg • Jana Muraitis • Roswitha Maul • Anja Nolte • Sarah Patroni • Uta Reinhardt • Marie-Hélène Richard • Cornelia Renz • Zuza Rosanka • Ellen Rouppe • Carola Ruf • Susanne Schirdewahn • Oliver Schmidt • Semra Sevin • Ulrike Seyboth • Nadja Siegl • Julia Steinmann • Lucy Teasdale • Anja Teske • Viktoria Tremmel • Andreas Treykorn • Lioba von den Driesch • Sibylle Prinzessin von Preußen • Gisela Weimann • Ruzica Zajec • Uta Zeidler • Annett Zinsmeister

Presseinformation zum Download:
PM Die Wunderkammer der Anderen – Le cabinet des curiosités des autres

Einladungskarte zum Download:
EK Die Wunderkammer der Anderen – Le cabinet des curiosités des autres

Lapin Lovers – Über Hasen
mit Julia Brodauf, Hannah Dougherty, Niki Elbe, anna onno gatjal, Felix Müller, Anja Nolte

8. September – 8. Oktober 2023
VERNISSAGE: Donnerstag, 7. September 202318 – 22 Uhr
ÖFFNUNGSZEITEN: Donnerstag – Samstag, 16 – 19 Uhr

VERANSTALTUNG: Samstag, 16. September, 18 Uhr Falscher Hase / Dinner Drawings
An der langen Tafel und zu Hasentexten sind alle eingeladen, Hasen zu doodeln
FINISSAGE: Sonntag, 8. Oktober13 – 16 Uhr mit Filmpräsentation Rabbits in the Woods

Im September ist im Projektraum des Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867 eine wesenhaften Ausstellung zu sehen: In unterschiedlichen Medien dreht sich alles um das agile Langohr. Niki Elbe, Mitglied des Vereins, kuratiert eine Schau mit Kolleg:innen, in deren Werk Hasen eine Rolle spielen. Zu sehen gibt es Malerei und Zeichnung, Skulptur, Animation, Druckgrafik und Collage.

„Der Hase ist mein Symbol für einen Seelengefährten – und auch für diejenigen, die dessen Maske aufsetzen, um sich als solche auszugeben“ – so beschreibt die Kuratorin Niki Elbe das Wappentier ihrer Bildwelt. In ihren Skulpturen und Aquarellen taucht der Hase in vielerlei Gestalt auf, liegt schweräugig auf ihren Schultern oder verbirgt unter einer behäbigen Maske seine wahren Absichten.

„Für mich sind es Seismographen der Zeitgeschichte – am Hasen kann man ablesen, wie der Stand der Dinge ist“ ergänzt Anja Nolte. Ihr Hase ist ein digitaler – seine hellhörigen Ohren wippen im Takt einer endlosen Tanzbewegung, in die die Künstlerin das personenhohe Fabelwesen versetzt.

Hannah Dougherty macht ihre Faszination darüber deutlich, wie Künstler*innen und Publikum den Charakter des Kaninchens geformt haben: klug und oft erfüllt von einer Hybris. So fragt die Künstlerin, ob diese Eigenschaften eher als eine Projektion unserer selbst und weniger als Widerspiegelung ihrer tatsächlichen Eigenschaften gesehen werden? Sie untersucht dies in ihren zarten Zeichnungen und Collagen.

„Auf jeden Fall taucht er immer wieder auf, und das ist faszinierend“ stellt anna onno gatjal fest. Der Hase durchschwimmt die entscheidenden Stationen von Mythologie bis Kunstgeschichte (z.B. Dürer und Beuys) und lässt sich auch in ihrer Künstlerinnenbiographie zwischen Skulptur und Chaos Computer Club an entscheidenden Stationen blicken. Sie hat ihn in Porzellan, Keramik und nicht zuletzt in Marmor verewigt.

Hase oder Kaninchen? „Das Tier in seiner Flauschigkeit eignet sich für Interpretationen auch von Zuneigung, weil es keine Geräusche macht und kaum eine Mine verzieht“ meint Julia Brodauf. In ihren malerischen Collagen wird der Hase umarmt – was das Tier davon hält, bleibt unklar.

Dass die Beziehung zwischen Mensch und Tier eine ambivalente ist, zeigt sich auch in den Siebdrucken von Felix Müller. Hier ist das Tier ganz klar ein gruseliges, eine Fratze, ein bedrohliches Wesen. Der Hase als kulturelles Phänomen eignet sich natürlich für Wortspiele, Kindheitserinnerungen, Zitate und Bezüge – mit Spielfreude nehmen die Künstler:innen das Thema zu verschiedenen Veranstaltungen auch während der Berliner artweek auf.

Vielleicht ist der Hase auch einfach unbesiegbar, meint die Kuratorin.

Rabbits in the Woods

Dieser Film ist ein gemeinsames Kunstprojekt der Künstler*innen der Ausstellung RABBITORIUM im Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 e.V. Der Film wurde 2023 während der Ausstellungszeit in den Wäldern Berlins gedreht.
Konzept, Idee, Hauptregie, Kamera, Filmschnitt, Sounddesign und Produktion von Anja Nolte.
Schauspieler und Regisseure in the Woods: Niki Elbe, Julia Brodauf, David Brodauf, anna onno gatjal und Felix Müller. Besonderen Dank an Sandra!