to the surface ©Mayumi Okabayashi
to the surface ©Mayumi Okabayashi

30. Januar – 01.März 2026

Friederike Klotz, Mayumi Okabayashi, Nanaé Suzuki

Vernissage:
 Donnerstag, 29. Januar 2026 um 18 Uhr
Begrüßung: Zuzanna Skiba, Vorstand des VdBK1867

Kurzfilmabend „Von Orten und Menschen“: Samstag, 14. Februar 2026 von 18 – 20 Uhr
mit Kurzfilmen von Alexander Bunk, GUP-py, Karla Kracht, Hanako Miyamoto, Makiko
Nishikaze und Wolf & Ritterskamp

Finissage: 
Sonntag, 01. März 2026 von 14 – 18 Uhr

Öffnungszeiten: Do – Sa, 16 – 19 Uhr
Projektraum, Eisenacher Straße 118
10777 Berlin

Was die drei Künstlerinnen verbindet, ist die Auseinandersetzung mit der Position des Individuums in einer immer komplexer werdenden Welt, das in Gefahr gerät, sich in fragilen Konstellationen zu verlieren. Mit ihren unterschiedlichen gestalterischen Ansätzen reagieren sie hierauf jeweils individuell.

Friederike Klotz beschäftigt sich mit kinetischen Objekten, Klangskulpturen, Zeichnungen und Collagen, die uns eine Welt im Miniaturformat vor Augen führen, in der anonyme, ihrer Individualität entledigte Figuren wie von unsichtbarer Hand gesteuert erscheinen.

In Mayumi Okabayashis künstlerischem Schaffen spiegelt sich die Auseinandersetzung mit der erlebten Zeit und erfahrenen räumlichen Dimensionen wider. Dynamiken in der Natur, beispielsweise von der Zelle zur Pflanze und zurück, versucht sie festzuhalten, ohne sie zu fixieren.

Die rätselhaften und in ihrer konzentrierten Reduziertheit magisch wirkenden Bilder Nanaé Suzukis negieren immer wieder räumliche Nachvollziehbarkeit und zeitliche Sukzession. Gleichwohl fragen sie nach dem Handeln und nach der Verortung des Menschen in der Welt. (Claudia Beelitz).


Between blue and green lies the sea

Three artists are united by their examination of the position of the individual in an increasingly complex world, that is in danger of losing itself in fragile constellations. With their different artistic approaches, they each react to this individually.

Friederike Klotz deals with kinetic objects, sound sculptures, drawings and collages that depict a world in miniature, in which anonymous figures, stripped of their individuality, appear to be controlled by an invisible hand.

Mayumi Okabayashi’s artistic work reflects the examination of time and spatial dimensions, based on her own experiences. She attempts to hold on to dynamics found in nature, e.g. from the cell to the plant and back, without fixing them. She also tries to depict stasis and movement simultaneously, the drifting apart and coming together again, as well as the states in between.

Nanaé Suzuki’s enigmatic paintings, which seem magical in their concentrated reduction, repeatedly negate spatial comprehensibility and temporal succession, while investigating actions and the position of human beings in the world. Nanaé Suzuki pursues these questions in many ways. In doing so, she draws on different media, fields of knowledge and philosophical approaches as well as incorporating elements found in art and every life. (Claudia Beelitz).

friederike-klotz.de
mayumi-o.com
nanaesuzuki.com

Ball der Künstlerinnen 2025
Ball der Künstlerinnen 2025

… ist das Motto des diesjährigen Künstlerinnenballs. Lasst uns das Mensch-Sein erhalten und feiern.
Bucht jetzt eure Tickets für den 8. November – wenn es wieder heißt: Let´s have a ball!

Wie die letzten beiden Male findet der Ball der Künstlerinnen wieder im Camaro-Haus, in den Räumen der historischen Mal- und Zeichenschule unseres Vereins, statt. Beginn 20 Uhr und Einlass ab 19 Uhr. Es gibt viel Programm, Getränke sowie köstliches Fingerfood! Das Publikum wählt sein favorisiertes Kostüm und der erste Platz gewinnt eine Woche in Südfrankreich!

Live Musik und Performance von Schnaftl-Ufftschik der Worldmusic-Brassband aus Berlin sowie La Fille Allumette Chansons und Live Painting aus Montpellier … und es legt auf: Miss Vergnügen aus dem Eschloraque!

Das jetzige Camaro-Haus war der Ort der ersten Kostümfeste des Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867. Der erste Ball der Künstlerinnen fand als Gegenstück zu den absurd prächtigen Hofbällen der späten Wilhelminischen Zeit statt, die im krassen Widerspruch zu den Lebensverhältnissen der übrigen Bevölkerung standen. Wir kennen die Bälle von den Bildern Adolph von Menzels und von denen des berüchtigten Direktors der Hochschule der Künste Anton von Werner, der den Frauen den Zugang zum Studium verweigerte und dessen Haus sich heute noch auf der anderen Straßenseite der Potsdamer Straße befindet. Dieser Ball ist also unter der Direktion von Käthe Kollwitz allen Konventionen zum Trotz, als freier Maskenball erfunden worden. Frauen verkleideten sich, Männer waren als Frauen willkommen. Es sollte der Zeit und „trotz alledem“ etwas Freudvolles entgegengesetzt werden.

In diesem Sinne verstehen wir auch unser Fest, in diesem „Heute“, in dem sich kleine und große Mächte gewaltsam die Welt neu aufteilen und in der die Menschlichkeit eine immer kleinere Rolle spielt. Unser Maskenball ist ein Riesenerfolg, die Leute kommen kostümiert, sind froh, verrückt und skurril, insgesamt eine riesengroße Freude und darum geht es hier schließlich… zusammenhalten und mit viel Fantasie und ohne Prunk miteinander Freude haben !

Aktueller Artikel der Berliner Morgenpost: Ball der Künstlerinnen als Erbe rebellischer Malerinnen – weil Kunstakademien ihnen verwehrt waren, gründeten Frauen eine Malschule in Berlin-Mitte. Das Haus ist noch erhalten, ebenso der Gründer-Spirit.

Ball der Künstlerinnen 2025 | Trailer

Die am Programm beteiligten Performer:innen haben freien Eintritt. Der reguläre Eintritt ist 40 € (Familienmitglieder 35€) und enthält alkoholfreie und Begrüßungsgetränke sowie Fingerfood. GOOD NEWS für alle mit einem schmalen Geldbeutel: Ihr zahlt nur 20€ und bringt selbst Fingerfood mit.
Auf Nachfrage öffnet am Sonntag den 26. Oktober von 15 bis 19 Uhr ein Kostümatelier in der Camaro Stiftung.

Anmeldung zum Ball bitte so bald wie möglich unter info@camaro-stiftung.de
Eintritt mit allen Namen im Betreff überweisen auf: Alexander und Renata Camaro Stiftung, Berliner Sparkasse, IBAN: DE92 1005 0000 0190 6591 73, BIC/SWIFT: BELADEBEXXX
Camaro Haus, Potsdamer Str. 98A, 2. Hinterhof, 3. Etage -> Mehr zu Programm und Tickets
Durch die Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich mit der möglichen Veröffentlichung von Bildmaterial, auf dem Sie abgebildet sind, einverstanden.
Let´s have a ball!

Foto: Galya Feierman
Ingeborg Lockemann, Elke Mohr, Two in the field, Borkheide/Brandenburg, 2025, Digitaldruck, 70 x 105 cm
Ingeborg Lockemann, Elke Mohr, Two in the field, Borkheide/Brandenburg, 2025, Digitaldruck, 70 x 105 cm

Ricoh Gerbl & Ingeborg Lockemann/Elke Mohr
01. – 23.11.2025

rethink-Ricoh-Gerbl25
©Ricoh Gerbl 2025

Vernissage: Freitag, 31. Oktober um 18 Uhr
Begrüßung: Kathrin von Woisky, VdBK1867 Vorstand
Einführung ins Thema: Ricoh Gerbl, Ingeborg Lockemann/Elke Mohr

Lesung: Donnerstag, 13. November um 19 Uhr
Ricoh Gerbl liest Texte aus ihrem literarischen Blog „Bitch-Up“
ricohgerbl.de *Info siehe unten

Finissage: Sonntag, 23. November von 14–18 Uhr
Artist Talk: 16 Uhr mit Dr. Anna-Lena Wenzel, Autorin und Kuratorin, und den Künstlerinnen: Ricoh Gerbl & Ingeborg Lockemann/Elke Mohr. Wir feiern die Finissage mit einem EXTRA Glas Prosecco.

Für die Ausstellung How to rethink ‚Begegnung‘ geht die Gruppe dem Gedanken darüber nach, wie Begegnungen uns formen und beeinflussen.

Lockemann/Mohr beschäftigen sich in der Fotoserie „Paintings“ mit bekannten Malereimotiven, die Menschen in Bezug zu Landschaften zeigen. Dabei aktualisieren sie die dort gesehenen Figurenkonstellationen und transferieren sie in gegenwärtige ländliche oder urbane Alltagslandschaften.

Solar_Lockemann_Mohr
Ingeborg Lockemann / Elke Mohr, Paintings, Solar II, Weesow-Wilmersdorf/Brandenburg, 2025

Ricoh Gerbl präsentiert zur Ausstellung How to rethink ‚Begegnung‘ KI-generierte Fotografien, die Momente des Scheiterns sichtbar machen. Sie untersucht alltägliche Situationen, in denen man unvermittelt an Grenzen stößt – ohne dies beabsichtigt zu haben.

Ricoh Gerbl, Rethink Begegnung, Laserdruck, 42 x 59 cm, 2025
Ricoh Gerbl, Begegnung 2, Laserdruck, 2025

Begegnung erscheint dabei als fragiles Geschehen, in dem auch das Unerwünschte Raum erhält. So kann auch Depression als Begegnung verstanden werden: als Konfrontation mit dem Moment, in dem Funktionalität versagt. Gerbls fotorealistisch generierte Bilder machen Stimmungen des Bruchs sichtbar – und eröffnen neue Formen des Denkens über Begegnung.

©Ricoh Gerbl, 2025
Ricoh Gerbl, Begegnung 1, Laserdruck, 2025

Links zum Künstlerinnenverzeichnis des VdBK1867:
Ingeborg Lockemann und Elke Mohr.
Ricoh Gerbl

Pressemitteilung

13. November um 19 Uhr:
Ricoh Gerbl liest aus ihrem literarischen Blog „Bitch-Up“

„Bitch“ – ein Schimpfwort, das Frauen häufig an den Kopf geworfen wird. Ricoh Gerbl eignet sich in ihrem Blog dieses abwertende Wort an und wandelt es um. Sie erweitert es um zwei Buchstaben: „up“. Damit ruft sie die Assoziation zu „stand up for“ – sich für etwas einsetzen – wach.

Von Dezember 2020 bis Oktober 2024 veröffentlichte Gerbl jeden Monat – immer am 13. – elf Mikrotexte. Darin zoomt sie in Alltägliches hinein, dehnt die Zeit und schafft Momentaufnahmen unterschiedlichster Art. Die Texte sind Begriffen wie Alltag, Wünsche, Lebensentwürfe, Kultur oder Abgehört zugeordnet und durchnummeriert.

Gerbl geht es beim Schreiben darum, instabile Situationen und schwer durchschaubare Verfangenheiten schriftlich festzuhalten. Lassen Sie sich überraschen – zum Nachdenken bringen, vielleicht auch zum Lachen.

rear window © Ina Bierstedt 2023
Foto: © Ina Bierstedt 2023

22.08. – 21.09. 2025 
Künstlerinnen und Künstler: Ina Bierstedt (D), Bettina Carl (CH/D), Valentin Hauri (CH), Anna Mészáros (HU), Lada Nakonechna (UKR), Janosch Perler (CH)
Kuration:
CAPRI Berlin (Bettina Carl und Ina Bierstedt)

Vernissage: Donnerstag 21. August 2025 um 18 Uhr
18:30 Begrüßung durch Zuzanna Skiba vom Vorstand des VdBK 1867 e.V. und kuratorische Einführung mit Bettina Carl

Öffnungszeiten: Do – Sa, 16 – 19 Uhr
Projektraum, Eisenacher Straße 118
10777 Berlin

Wenn wir auf ein Kunstwerk blicken, sehen wir einen fiktiven Raum, in dem verschiedene Zeiten zugleich Präsenz behaupten. Erinnerung formt sich ständig um, sie erzählt und erfindet sich selbst und in diesem Werden ist das Erfassen nicht leicht vom Verfehlen zu trennen. Die Positionen in REAR WINDOW beziehen sich auf Erinnertes, auf vermeintlich Bekanntes, das in Nachklängen und Umwertungen aktualisiert wird. Im Spannungsfeld zwischen Verlust und Begreifen lassen die Arbeiten ein neues Jetzt entstehen, das immer auch von seiner Vergänglichkeit zeugt.

Die Ausstellung vereint Zeichnung, Malerei, Video und Skulptur. So vielfältig wie die Medien sind die Biografien der beteiligten Künstler*innen: Mit Jahrgängen von 1990 bis 1954 gehören sie ganz unterschiedlichen Generationen an, sie stammen aus der Schweiz, Ungarn, Deutschland und der Ukraine und leben zur Zeit in Zürich, Berlin, Kassel und Biel.

CAPRI Berlin:

Von 2001-2006 leiteten die Künstlerinnen Ina Bierstedt, Bettina Carl und Alena Meier-Menzel in der Brunnenstraße in Mitte den Kunstraum CAPRI. Ohne jegliche Fördergelder realisierten sie dort 71 ortsspezifische, vorwiegend installative Projekte. CAPRI hatte von Beginn an ein professionell kuratiertes Programm, das auch internationale Kooperationen einschloss. 

Seit 2009 steht CAPRI Berlin für die Projekte, die Bettina Carl und Ina Bierstedt als kuratierende Künstlerinnen für verschiedene Institutionen konzipieren, darunter waren Gruppenausstellungen im Kunstraum Kreuzberg, in den Karlin Studios/FUTURA Prag, im Haus der Kunst der Stadt Brno und in der Studiogalerie des Haus am Lützowplatz Berlin.

© Texte: Bettina Carl, 2025

LADA NAKONECHNA: "Below Ground Level", 2024
Inkjet-Print, Graphit auf Papier, 40 x 60 cm
© Lada Nakonechna 2024
LADA NAKONECHNA: „Below Ground Level“, 2024
Inkjet-Print, Graphit auf Papier
40 x 60 cm
© Lada Nakonechna 2024
ANNA MÉSZÁROS: "Sill 1", 2022/2025 Beton, Pigmente, Aluminium, Holz ca. 24 x 23 x 100 cm © Anna Mészáros 2022/2025
ANNA MÉSZÁROS: „Sill 1“, 2022/2025
Beton, Pigmente, Aluminium, Holz
ca. 24 x 23 x 100 cm
© Anna Mészáros 2022/2025