Eva Moeller
Eva Moeller, Serie Fensterfront, 2005, 60 x 60 cm, Öl/Lw.,©Eva Moeller

Eva Moeller (*1942) lebt und arbeitet als freischaffende Malerin in Berlin. 1975-2008 war sie Mitglied im VdBK 1867 e.V., 2018 ist sie erneut eingetreten. 1975-2008 beteiligte sie sich regelmäßig an den Ausstellungen des VdBK 1867. Material befindet sich im VdBK-Archiv in der Akademie der Künste, Berlin.

1979-1985 studierte Eva Moeller Malerei bei Professor Bruno Merbitz und Kulturpädagogik im Rahmen der Ausbildung „Kunst im Kontext“ an der Hochschule für bildende Künste in Berlin (heute UdK). 1986 schloss sie mit einer kulturpädagogischen Arbeit ab. 1984 besuchte die Künstlerin die Sommerakademie Salzburg und 1986-89 die Europäische Akademie für bildende Kunst in Trier (Studium bei Harald Fuchs).

Eva Moeller
Eva Moeller, In alle Richtungen, 2011, 80 x 100 cm, Öl/Lw., ©Eva Moeller

Seit 1985 ist Eva Moeller freischaffend als bildende Künstlerin und Dozentin für Malerei aktiv. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen Stadtbilder – das Leben und Treiben in der Großstadt – und als Kontrast dazu Themen aus der freien Natur.

1999 gewann die Künstlerin den 2. Preis im bundesweiten Wettbewerb „Art-Automobile“ in Köln.

Eva Moeller hatte Ausstellungen in Israel, China, Polen, Rumänien und Österreich. In Berlin zeigte sie ihre Arbeiten u.a. im Haus am Kleistpark (2010), im Koreanischen Kulturzentrum (2013), der Schwartzschen Villa (2015), im Ausstellungszentrum Pyramide (2016) und der Galerie Berlin Baku (2017).

Arbeitsaufenthalte, Künstleraustauschprogramme und Kunstprojekte führten die Künstlerin nach Israel, China, Polen, Rumänien, Ungarn, Serbien, Spanien und in den Nationalpark Unteres Odertal Schwedt.

Eva Moeller, Richtung Ausgang, 2015, 60 x 80 cm, Öl/Lw.,©Eva Moeller

Werke von Eva Moeller befinden sich in folgenden öffentlichen Sammlungen: Bezirksamt Berlin-Steglitz, MTU-Flugzeugbau Berlin-Kanada, Romain Association Of Creative Women in Fine Art Field (Galerie Bukarest), Muzeum und Kulturamt Leborg (PL), Kulturamt Kazimierz Dolny (PL), European Bridges Konstanza (RU) und im Archiv der Akademie der Künste.

Website von Eva Moeller

Eva Moeller im Archiv des VdBK 1867, Akademie der Künste, Berlin

Katharina Moessinger
Katharina Moessinger, Kein Bock III, 2014, Metall, Holz, Leder, H 93 cm, B 190 cm, T 105 cm, Foto und © Katharina Moessinger

Katharina Moessinger (*1974) lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Berlin. Sie ist seit 2017 Mitglied des VdBK.

Katharina Moessinger
Katharina Moessinger, Werkserie Kuscheltiere, fortlaufendes Projekt seit 2004, gegerbte Tierhäute, Füllwatte, Kunstharz, lebensgroß, Foto und © Katharina Moessinger

Sie schafft großformatige Skulpturen und Installationen: „In meiner künstlerischen Arbeit beschäftigt mich das Spannungsfeld zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit, als einer Entsprechung von Natur und vom Menschen Geschaffenen, durch die menschliche Gesellschaft Geprägtem. Dieses Spannungsfeld anhand der Beziehung Mensch-Tier zu untersuchen und darzustellen ist Schwerpunkt meiner Arbeit. Der Mensch ist dabei nicht Teil der Darstellung, er ist vielmehr präsent als Bezugspunkt zum, bzw. Blickpunkt auf das domestizierte Tier. Diese Präsenz zeigt sich in meinen Arbeiten auf vielfältige Weise: in den verwendeten ‚künstlichen‘ Materialien oder den Konventionen industrieller Formen“ (KM).

Nach dem Abitur studierte Katharina Moessinger von 1997-2003 Bildhauerei an der Universität der Künste Berlin und wurde 2003 Meisterschülerin bei Prof. Michael Schoenholtz.

2004 erhielt die Künstlerin ein Stipendium zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses (NaFöG). 2005 wurde sie mit dem Stipendium der Bernhard-Heiliger-Stiftung sowie 2011 mit dem Preis der Ilse-Augustin-Stiftung ausgezeichnet. 2017 folgte der 2. Preis des Neuköllner Kunstpreises.

Katharina Moessinger, Seitpferd 3379349, 2010, Collage, Digitaldruck, 29,7 x 21 cm, Foto und © Katharina Moessinger

Die Objekte und Installationen von Katharina Moessinger werden international ausgestellt.

Die wichtigsten Einzelausstellungen der Künstlerin sind: „Doudous“, Galerie Nadine & Tom Verdier, Paris (2007). „Reality looks back on me“, Museum Pfalzgalerie, Kaiserslautern (2009). Extension“, Kunstraum Cussler, Berlin (2010). „Übermaß“, mit Elisabeth Matthewes, Frauenmuseum Berlin zu Gast in der Kommunalen Galerie Berlin (2012). „Kein Bock“, mit Alke Brinkmann,Galerie Axel Obiger, Berlin (2014). Zweite Natur“, mit Astrid Menze, Galerie Axel Obiger, Berlin (2015).

Zudem ist Katharina Moessinger auf zahlreichen Gruppenausstellungen in internationalen Kunstinstitutionen und an internationalen Kunstorten vertreten, u.a. im Umspannwerk Berlin; Georg Kolbe-Museum, Berlin; Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne (CH); der Galerie Nadine & Tom Verdier, Paris; der Sammlung Hoffmann, Berlin; auf dem Movimentos Festival 2012 Autohaus Wolfsburg; der 2. Ruhrbiennale Dortmund; im Haus der Kunst München und im Zoologischen Garten Berlin.

Katharina Moessinger

 

Marg Moll
Marg Moll, 1977, Foto: AdK, Berlin, VdBK 1867

Marg Moll, Margarethe geb. Häffner (02.08.1884 Mülhausen, Elsass-15.03.1977 München) war eine deutsche Bildhauerin, Malerin und Autorin. Sie lebte und arbeitete in Berlin, Paris, Breslau, Düsseldorf und München. Moll war 1939-1954 Mitglied im VdBK, 1943 als Vorsitzende. 1940, 1941, 1942, 1943 und 1954 nahm sie an den Vereinsausstellungen teil. Material befindet sich im Archiv des VdBK.

1902-5 studierte Marg Moll Malerei bei Hans Völker in Wiesbaden, Plastik bei Louise Schmidt am Städelschen Institut in Frankfurt/M. und Malerei bei ihrem späteren Mann, Oskar Moll. In Berlin besuchte sie das Damenatelier von Lovis Corinth. 1907 ging das Ehepaar Moll nach Paris. Dort ergab sich eine enge Freundschaft zu Henri Matisse, den das Künstlerpaar maßgeblich bei der Gründung der „Académie Matisse“ unterstützte. 1928 war Marg Moll erneut in Paris, um bei Fernand Léger zu studieren. Sie wurde Mitglied der „groupe 1940“. Nach dem ersten Weltkrieg zogen Marg und Oskar Moll nach Breslau, 1932 nach Düsseldorf und dann nach Berlin.

Unter dem avantgardistischen Einfluß wandte sich Marg Moll zunehmend der Abstraktion und der plastischen Arbeit zu. Sie war die erste Bildhauerin der klassischen Moderne und experimentierte nicht nur mit der Form, sondern auch mit den Materialien Bronze, Holz und Messing.

Marg Moll wurde während des Nationalsozialismus verfolgt, ihre Skulpturen galten als „entartet“. Viele ihrer Werke gingen verloren. Ihre Plastik „Die Tänzerin“ gehört zum spektakulären Skulpturenfund in Berlin 2010.

Nach dem Tod ihres Ehemannes (1947) lebte Moll bis 1950 in Wales. 1952 kehrte sie nach Düsseldorf zurück, ab 1965 lebte sie in München. Marg Moll unternahm Studienreisen u. a. nach Rom, Florenz, Korsika, New York. 1969 wurde ihr das Große Bundesverdienstkreuz verliehen, 1970 erhielt sie die Preismedaille auf der XVI. Kunstausstellung in Köln.

Die Künstlerin stellte u.a. in der Berliner Secession (ab 1911) und der Berliner Galerie Gurlitt (1914) aus. Ihre Werke befinden sich in folgenden Museen und Sammlungen: Georg Kolbe-Museum Berlin, Berlinische Galerie, Ostdeutschen Galerie Regensburg, Wilhelm-Lehmbruck-Museum Duisburg u.a.

Jenny Mucchi-Wiegmann
Jenny Mucchi-Wiegmann, Portraitfoto um 1936, Foto: Hilde Schlitter, Berlin © Sammlung Mucchi

Jenny, Genni, Mucchi-Wiegmann (1.12.1895-2.7.1969 Berlin) war eine deutsche Bildhauerin und Zeichnerin. Sie lebte und arbeitete in Berlin und Mailand. Die Künstlerin war 1928-1940 Mitglied im VdBK und stellte dort 1928, 1928/29, 1929, 1930, 1931, 1932, 1933 und1937 aus. Material befindet sich im Archiv des VdBK.

Jenny Mucchi-Wiegmann studierte 1917 in Berlin an der Lewin-Funcke-Schule bei Lovis Corinth und August Kraus. 1918 hielt sie sich zu Studienzwecken in München auf. 1919-23 besuchte sie die Holzbildhauerklasse von Hans Peratoner an der Hochschule für bildende Künste in Berlin. Arbeitsaufenthalte führten sie 1925-26 nach Rom und 1926-27 nach Hagen/Westfalen. In Hagen fertigte sie ein Relief für die Fassade der neuen Franziskanerkirche an.

Bis 1930 ließ sich Mucchi-Wiegmann als freischaffende Bildhauerin in Berlin nieder und unternahm 1927/28 Studienreisen nach Spanien und Südfrankreich. 1931-33 führte sie ein Arbeitsaufenthalt nach Paris. Hier heiratete sie den Maler Gabriele Mucchi, mit dem sie ein Jahr später nach Mailand übersiedelte. Die Künstlerin befreundete sich mit Renato Guttuso, Giacomo Manzu und Marino Marini.

Die deutschen Nationalsozialisten erteilten Jenny Mucchi-Wiegmann Ausstellungsverbot. In Italien blieb die Bildhauerin zunächst anerkannt.1937 erhielt sie als Vertreterin des italienischen Pavillons auf der Pariser Weltausstellung die Goldmedaille. 1943-45 kämpfte sie dann im Widerstand gegen Mussolini. Nach dem Krieg schloss sie sich der Künstlergruppe „Realismo“ an. 1955-1956 arbeitete sie als Dozentin für Metalltreiben an der Scuola Umanitaria in Mailand. Ab 1956 lebte sie in Mailand und Ost-Berlin.

Die Bildhauerin schuf Akte, Reliefs, Portraitbüsten, u.a. von Arnold Zweig, Paul Dessau, und Maria Callas sowie Skulpturen für den öffentlichen Raum, darunter zahlreiche Frauenakte. Auch verarbeitete sie politische Themen, wie in der Bronzeplastik „Verhör in Algerien“ von 1958 und beim Denkmal der gefallenen Partisanen in Bologna 1959. Das Werk Jenny Mucchi-Wiegmanns ist von Realismus und Archaik geprägt und zeichnet sich durch eine kraftvolle, ausdrucksstarke Formengebung aus.

Mucchi-Wiegmann stellte u.a. in Paris, Mailand, Bielefeld, Kassel, Utrecht und Greifswald aus. Sie beteiligte sich an den Ausstellungen der Berliner Secession, der Gruppe „Corrente“, des Clubs der Kulturschaffenden, „Painting and Sculpture“ in New York (1927) der Biennale Venedig (1934) und der Triennale in Mailand. Auch wurden ihre Werke 1970 in der Nationalgalerie in Ost-Berlin im Rahmen ihrer Gedächtnisausstellung gezeigt. Die Bildhauerin wurde vom Kunstsalon Fischer, Bielefeld, der Galerie Glotz, München, der Galerie Bonaparte, Paris, der Galerie Genova u.a. vertreten.

Werke befinden sich in der Berlinischen Galerie und der Nationalgalerie Berlin.