Gertrude Köhler
Gertrude Köhler, Selbstbildnis

Gertrude Köhler, 1920 in Berlin geboren, begann 1947 ein Studium an der Hochschule für angewandte Kunst Berlin bei Gerhard Kreische und Elenita von Feistmantel. 1950 setzte sie ihre Ausbildung in den Fachbereichen Wandgestaltung, dekorative Kunst und Lithografie an der Hochschule für bildende Künste Berlin fort und wurde Meisterschülerin bei Prof. Hans Kuhn. Aufträge im Bereich der angewandten Kunst wie Entwürfe zur Farbgestaltung von Außenfassaden im sozialen Wohnungsbau in Paris oder die Konzeption eines Eingangstores einer Schule in Madagaskar prägten die Arbeit der Künstlerin in den 1950er und 1960er Jahren. Daneben zählen Aquarelle, Zeichnungen, Gouachen, Grafitarbeiten, aber auch Entwürfe für Textilien und Bucheinbände zu ihrem umfangreichen Oeuvre. Ihre seit 1953 in nationalen und internationalen Ausstellungen vertretenen Werke wurden 1959 mit dem Kunstpreis für Grafik der Stadt Wolfsburg sowie 1991 mit der Goldmedaille für Aquarell in Bergamo-Mapello/Italien prämiert. Gertrude Köhler lebt in Berlin und ist seit 1986 Mitglied des Vereins der Berliner Künstlerinnen.

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Käthe Kollwitz
Käthe Kollwitz, Portraitfoto, 1927, Foto: Hugo Erfurth © Privatbesitz

Käthe Kollwitz, geborene Schmidt (1867-1945) war eine deutsche Grafikerin, Bildhauerin und Malerin. Sie lebte und arbeitete in Berlin. An der Zeichen- und Malschule des VdBK war sie 1885-86 Schülerin und 1897-1903 Lehrerin für Grafik und Zeichnen. Als Vereinsmitglied 1901-1943 beteiligte sie sich an den Vereinsausstellungen: 1901 (mit: ein Weberaufstand), 1904, 1905, 1911, 1928/29, 1929, 1930. Material befindet sich im VdBK-Archiv.

Käthe Kollwitz erhielt ersten Malunterricht 1881 in Königsberg. Ihr Kunststudium, das sie an der Zeichen- und Malschule des VdBK aufgenommen hatte, setzte sie 1887 bei Ludwig Herterich an der Münchner Damenakademie und 1904 an der Académie Julian in Paris fort. In Auseinandersetzung mit Max Klinger gelangte sie zu ihrer einzigartigen Grafikkunst. Ihre sozialkritischen Motive, zu denen sie u.a. die Bekanntschaft mit Gerhard Hauptmann und sein Stück „ein Weberaufstand“ anregte, richten den Blick auf die gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten im Kaiserdeutschland, insbesondere die Ausbeutung der Arbeiterschicht. Mit ihrem gleichnamigen Grafikzyklus zu Hauptmanns Theaterstück (1895-98) wurde die Künstlerin schlagartig berühmt. In der Folge schuf sie Arbeiterportraits sowie Plakate, Grafikzyklen und Skulpturen zu den Themen: Krieg, Tod und Mutterschaft. Käthe Kollwitz, die überzeugte Pazifistin war, hatte in ganz Deutschland Ausstellungen. 1919 wurde sie Mitglied der Akademie der Künste und 1928 als erste Frau zur Professorin für Grafik an der Hochschule für bildende Künste Berlin berufen. Unter den Nationalsozialisten wurde sie entlassen und erhielt 1936 Berufsverbot.

Gaby Krawinkel

Die Malerin, Grafikerin und Bildhauerin Gaby Krawinkel kam 1930 in Köln zur Welt. Ihre Ausbildung absolvierte sie an den Kölner Werkstätten und an der Hochschule für bildende Künste in München, wo sie Malerei bei Prof. H. Kaspar und Grafik bei Prof. E. Pretorius studierte. Ab 1956 mit einer kleinen Werkstatt im Westerwald ansässig, übernahm die Künstlerin in den folgenden Jahren vor allem Aufträge für Kunst am Bau im Rheinland. Sie schuf viel beachtete Sgraffiti, Mosaiken, Glasfenster, Betonschnitte und Keramikreliefs für öffentliche Bauten wie Schulen, Kindergärten und Kirchen. Später kamen aus verschiedenen Materialien gestaltete Innenraum-Reliefs hinzu. Nach Verlust ihrer Werkstatt 1977 zog Gaby Krawinkel nach West-Berlin, trat 1978 dem Verein der Berliner Künstlerinnen bei und nahm seither an zahlreichen Ausstellungen des Vereins sowie des Kunstamtes Berlin-Kreuzberg teil.

Natascha Küderli
Natascha Küderli, Blauer Asphalt, 2013, analoge Fotokollage © Natascha Küderli

Natascha Küderli (*30.06.1970) ist eine schweizerische Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in München. Seit 2010 ist sie Mitglied im VdBK.

Natascha Küderli
Natascha Küderli, East meets West, 2011, analoge Fotokollage © Natascha Küderli

„In meiner Kunst greife ich Themen auf wie: Bewegung, Struktur, Ebenen und Schichten (layers) in der Natur und in Städten. Dies mache ich, weil die Natur, die Städte und die geistige Atmosphäre so wie unser Körper, unsere Seele und unser Geist vielschichtig angelegt sind. In diesen Ebenen und zwischen diesen Schichten ist Bewegung, in Form von Veränderung, Verformung und Transport. Bewegung erzählt, versorgt, verändert, bewegt, belebt, tanzt“. (Natascha Küderli)

Nach einer Ausbildung als Keramikerin studierte Natascha Küderli 1992-96 Architektur an der FH Erfurt und 1997-99 am Berlage Institute in Amsterdam. 2000 war sie für das Creative Arts Department der Olympischen Spiele in Sydney und 2007-2010 für verschiedene Münchner Architekturbüros tätig.

Auf Reisen durch Europa, nach Asien und den USA hat sie ihre Theoriekenntnisse in Bezug auf Architektur, Bewegung und Natur erweitert. Dabei entwickelte sie ihr ganz individuelles Konzept, über das sie die Betrachtung von Form, Licht, Raum und Struktur in den Vordergrund stellt und den Fokus ihrer analogen Fotografie auf Bewegungsabläufe ausrichtet. Ihre Werke erzählen auf bildlichem Weg vielschichtige Geschichten von Städten und Landschaften.

Natascha Küderli
Natascha Küderli, Oberbaumbrücke (Schwarz-Rot-Gelb), 2011, analoge Fotokollage © Natascha Küderli

In Ihrem Film „BERLIN layers of movement” zeigt Natascha Küderli die unterschiedlichen Verkehrsebenen der Stadt Berlin. Bewegungen von Verkehrsmittel, die sich in vielen Ebenen durch die Stadt ziehen, werden nebeneinander gestellt. Dadurch, dass die Künstlerin all diese Fahrten von Bahn, Bus, Auto, Flugzeug, Boot und Fahrrad dynamisch hinter-, unter-, über- oder nebeneinander montiert, kann sich der Zuschauer mitreißen lassen wie ein Reisender. Der Film führt ihn durch die Bewegungsadern der Weltstadt.

Die Künstlerin hat mehrere internationale Preise gewonnen: Winner Best Director of a Short Documentary auf dem Int. Filmmaker Festival Berlin (2016), Winner Gold Remi Film & Video Art auf dem Worldfest Houston (2016), Winner Best Experimental Film des London Film Awards (2015) und Winner Award of Merit beim Best Short Competition (2014). Auch wurde sie für folgenden Festival-Sektionen ausgewählt: Official Selection auf dem Berlin Independent Film Festival (2015), dem Berlin Short Film Festival (2015) und dem Blow Up Chicago International Arthouse Film Festival (2015).

Natascha Küderli hat mehrfach in München und Berlin ausgestellt, zuletzt im Hauptbahnhof und Ostbahnhof Berlin.

Ihre Arbeiten befinden sich in namhaften Kunstsammlungen, darunter die Gunter Sachs Collection.

Natascha Küderli

Interview mit Natascha Küderli

Artist-Trailer

BERLIN layers of movement, Trailer