Angela Hampel
Angela Hampel, Minotaurus, o. J.

Die 1956 in Räckelwitz/Sachsen geborene Malerin Angela Hampel absolvierte zunächst eine Lehre zur Forstfacharbeiterin, der sich 1975 ein einjähriges Abendstudium in Bautzen anschloss. Von 1977 bis 1982 studierte sie Malerei an der Hochschule für bildende Künste in Dresden bei Prof. Jutta Damme und Dietmar Büttner und ließ sich anschließend als freischaffende Künstlerin in Dresden nieder. Ihr künstlerisches Oeuvre umfasst vor allem Gemälde und Grafiken, die, von feministischen Auffassungen geprägt, fast ausschließlich von Frauendarstellungen und Figuren aus der antiken Mythologie dominiert werden. Seit 1987 widmet sich Angela Hampel auch der Performancekunst, schafft Rauminstallationen, Environments, Künstlerbücher und war 1989 Mitgebründerin der Dresdner Sezession. In Anerkennung ihrer Verdienste als Künstlerin in der DDR wurde sie 1990 – neben Sabine Kasan und Pomona Zipser – mit dem Marianne-Werefkin-Preis geehrt, der erstmals vom Verein der Berliner Künstlerinnen vergeben wurde. Angela Hampel lebt und arbeitet in Dresden.

Angela Hampel

 

Sella Hasse
Sella Hasse, Rhythmus der Arbeit, Käthe Kollwitz gew., 1912-16, 34,4 x 29,1 cm, Linolschnitt, Akademie der Künste, Berlin, Blatt 2: Werft, © Akademie der Künste Berlin

Sella Hasse, geb. Schmidt, auch als Selly Schmidt und unter dem Pseudonym Essa Halles bekannt (12.02.1878 Bitterfeld-27.04.1963 Berlin), war eine deutsche Malerin und Grafikerin. Sie lebte und arbeitete in Berlin, Hamburg und Wismar. Die Künstlerin besuchte 1902 die Zeichen- und Malschule des VdBK und war 1901-43 Vereinsmitglied. Material befindet sich im Archiv des VdBK.

Sella Hasse nahm ab 1896 privaten Zeichenunterricht bei Walter Leistikow und Franz Skarbina, 1901 folgte ein Studium bei Lovis Corinth. 1902 wurde sie dann Schülerin von Käthe Kollwitz an der Zeichen- und Malschule des VdBK. Kollwitz prägte den Stil von Sella Hasse maßgeblich mit. Die beiden Künstlerinnen verband eine langjährige Freundschaft. Hasse war mit dem Mathematiker Robert Hasse (1867-1919) verheiratet und lebte mit ihm ab 1904 in Hamburg und ab 1910 in Wismar.

Zunächst als Pressezeichnerin tätig beschäftigte sich die Künstlerin mit sozialkritischen Themen, die sie in unterschiedlichen druckgraphischen Techniken verarbeitete. Es entstanden der Lithographie-Zyklus „Hafenarbeiter“ (1908-1910), der Käthe Kollwitz gewidmete Linolschnitt-Zyklus „Rhythmus der Arbeit“ (1912-1916) und der Holzschnitt-Zyklus “Kriegsblätter“ (1914-1918).

1912 unternahm Hasse eine Studienreise nach Paris, wo sie die Académie Suisse besuchte. 1916-1917 folgten Aufenthalte im Saargebiet und Lothringen. Auch reiste sie nach Holland, Wien und Prag. 1926 besuchte sie den X. „Congrès d´Alliance Internationale pour le Suffrage des Femmes“ in Paris. Ab 1930 wohnte die Künstlerin in Berlin.

Während des Nationalsozialismus galt ihre Kunst als „entartet“. 15 ihrer Werke wurden in öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt. 1943-1945 hielt sich Hasse im Elsass auf, nach Kriegsende kehrte sie nach Berlin zurück und ließ sich im Ostteil der Stadt nieder. 1947 machte sie künstlerische Studien in Betrieben, u.a. im Stahl- und Walzwerk Henningsdorf und widmete sich erneut der Druckgrafik und den Themen aus der Arbeitswelt.

Hella Sasse war Mitglied im Deutschen Künstlerbund, Ehrenmitglied im Verband bildender Künstler und Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste Berlin. 1962 erhielt sie den Käthe-Kollwitz-Preis und den Vaterländischen Verdienstorden.

Die Künstlerin beteiligte sich an Ausstellungen der Berliner Secession (1902), des Deutschen Künstlerbunds in Bremen (1912 und 1913) und stellte auf der 1. Internationalen Graphischen Kunstausstellung in Leipzig (1914) und im Kunsthaus Zürich (1919) aus.

Ihre Werke befinden sich in folgenden Museen und Sammlungen: Berlinische Galerie, Kupferstichkabinett Berlin, Stiftung Stadtmuseum Berlin, Akademie der Künste Berlin, Städtische Kunstsammlung Chemnitz und Stadtgeschichtliches Museum der Hansestadt Wismar (78 Ölbilder und 250 Aquarelle).

Hanna Hennenkemper
Hanna Hennenkemper, ein Unerfüllten, 2013, Buntstifte auf Papier, 56 x 76 cm, ©Hanna Hennenkemper

Hanna Hennenkemper (*1974) lebt und arbeitet in Berlin. 2015 wurde sie für den Marianne Werfekin-Preis des VdBK 1867 nominiert und nahm an der dazugehörigen Ausstellung im Haus am Kleistpark, Berlin teil. Seitdem ist Hanna Hennenkemper VdBK-Mitglied. 2017 beteiligte sie sich an der Ausstellung „Fortsetzung jetzt. 150 Jahre VdBK 1867, Teil 3“.

Hanna Hennenkemper
Hanna Hennenkemper, o.T., 2018, Bleistift auf Papier, 29,7 x 21 cm, ©Hanna Hennenkemper

Die Künstlerin studierte 1998-2001 an der in Kiel bei Prof. E. Thieme und bei Prof*in Barbara Camilla Tucholski. 2001–2006 folgte ein Studium an der weißensee kunsthochschule berlin, wo sie 2006 als Meisterschülerin in Zeichnung und Druckgrafik bei Prof. Hanns Schimansky abschloss.

Seit 2006 hat sie regelmäßig Lehraufträge, so an der weißensee kunsthochschule berlin, der Burg Giebichenstein in Halle a. d. Saale, an der HSLU in Luzern/Schweiz und an den migrating art academies. 2010 -2013 war sie als Gastprofessorin für zeitgenössische Zeichnung und Druckgrafik an der weißensee kunsthochschule berlin, wo sie bis heute lehrend tätig ist.

Hanna Hennenkemper ist mit folgenden Stipendien und Preisen ausgezeichnet: Arbeitsstipendium der Aldegrever-Gesellschaft Münster (2008), Stipendium des Landes Schleswig-Holstein im Landeskulturzentrum Schloß Salzau und Dr. Herbert-Zapp-Preis für junge Kunst (2010), Stipendium im Edvard-Munch-Haus/Warnemünde und Christine-Perthen-Preis der Berlinischen Galerie/Museum für zeigenössische Kunst in Berlin (2012), Residency-Stipendium des Künstlerhauses München (2014) und Residency-Stipendium des Goethe Institutes im Museu do Trabalho, Porto Alegre/Brasilien (2017).

Hanna Hennenkemper, Objekt 1, Radierung, 30×30 cm, ©Hanna Hennenkemper

Sie ist auf internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten (Auswahl): 2016: „drawing performance I, abstraction from Germany and the United States“, Tugbord Galery, Lincoln/ USA. 2017: „drawing performance II, abstraction from Germany and the United States”, Marxhausen Art Gallery/Museum, Concordia University, Nebraska USA. „Geradewohl- Abstrakte Zeichnungen“, Toolbox Galerie, Berlin. „Re: Privat“, Galerie Pankow, Berlin (Einzelausstellung), „dust“, Goethe Institut Porto Alegre/Brasilien (Einzelausstellung). 2018: „Die Macht der Vervielfältigung“, Museu de Arte do Rio Grande do Sul, Porto Alegre/ Brasilien. „Erzeichnen“, Galerie Inga Kondeyne Berlin. „HERizon“, Galerie Jean Michel / Deutsch-Chinesisches Kulturinstitut, Berlin. „DRUCK_SACHE, Tendenzen zeitgenössischer Druckgrafik zwischen Tradition und Innovation“ Galerie Pankow, Berlin. „dust II“, Galerie Inga Kondeyne, Berlin (Einzelausstellung).

2015 kooperierte sie mit der Akademie der Künste Berlin, dem Kupferstichkabinett Berlin und dem DFG Transfer Projekt „Evidenz ausstellen“ der FU Berlin: SKILLS – zum Thema der veränderten Rolle von Skills in der zeitgenössischen Kunst. Neben ihrer Tätigkeit als Lehrende engagiert sie sich seit 2017 in dem vom Goethe Institut Porto Alegre initiierten Austausch-Projekt zur zeitgenössischen Druckgrafik in Südamerika und Deutschland. Hanna Hennenkemper ist in zahlreichen Jurys tätig.

Website von Hanna Hennenkemper

Sabine Herrmann
Sabine Herrmann, Engel, 2006

1961 in Meißen geboren, wuchs Sabine Herrmann in Berlin auf und war von 1979 bis 1981 als Restaurierungsvolontärin am Institut für Denkmalpflege Berlin tätig. Anschließend studierte sie Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei den Professoren Heinrich Tessmer und Dieter Goltzsche. Nach der Wende folgten zahlreiche Förderstipendien und Arbeitsaufenthalte, unter anderem in Frankreich, Italien, Japan und den USA, sowie eine rege Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland. Waren ihre frühen Arbeiten noch von figurativen Motiven bestimmt, so hat sich die in Berlin lebende Malerin seit Beginn der 1990er Jahren vor allem durch ihre großformatigen Farbkompositionen einen Namen erworben und wurde mit diversen Kunstpreisen wie denen der Grundkredit Bank Berlin (1993), der Volks- und Raiffeisenbanken (1996) und der Vattenfall Europe AG (1997) ausgezeichnet. Sabine Herrmann ist Mitbegründerin und Organisatorin der artschool international Berlin. Seit 1994 dem Verein der Berliner Künstlerinnen angehörend, bekleidete sie in 2010/2011 das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden.

Sabine Herrmann