Susanne Ahner
Susanne Ahner, 8 Stühle & 8 Lampengläser, 1990

1960 in Bremen geboren, studierte Susanne Ahner von 1979 bis 1985 Bildhauerei an der Hochschule der Künste Berlin. Ab 1976 nahm die Meisterschülerin von Prof. Joachim Schmettau an zahlreichen Ausstellungen teil, schuf Arbeiten für öffentliche Räume und initialisierte ortsbezogene Projekte. So wiederbelebte sie beispielsweise 1998 im Rahmen des Projekts Zwischenstation das 1884 im Stil der Neorenaissance errichtete Empfangsgebäude des Bahnhofs Berlin-Westend. Ihre Werke bauen Brücken zwischen Gegenwart und Vergangenheit, liefern Impulse zur Reflexion über unseren Umgang mit Geschichte. Ob durch subtile Eingriffe oder radikale Verfremdung – stets sucht Ahner den Ort auf verloren geglaubte Potentiale hin zu öffnen, ihn so in der Erinnerung des Betrachters neu entstehen zu lassen. Würdigung erfuhr ihr künstlerisches Schaffen mit einer Dozentur an der HdK, dem Kunstpreis der GEDOK Berlin (1987) und dem Marianne Werefkin-Preis 2002.

Susanne Ahner

 

Clara Arnheim
Clara Arnheim, Fischermädchen in Neuendorf, (Hiddensee), 1906, 63,5 x 90 cm , Öl/Lwd., Galerie "der Panther", München. © Galerie "der Panther", München

Clara Arnheim (24. 04.1865 Berlin-28.08.1942 im KZ Theresienstadt) war eine deutsche Landschaftsmalerin und Graphikerin jüdischer Herkunft. Sie lebte und arbeitete in Berlin und auf Hiddensee. 1904-1927 war sie Mitglied im VdBK, 1911 hatte sie das Amt der Schriftführerin. 1904 und 1910 beteiligte sie sich an den Vereinsausstellungen.

Clara Arnheim studierte bei Franz Skarbina in Berlin und bei Edmond Aman-Jean in Paris.1919 gründete sie gemeinsam mit Henni Lehmann und Elisabeth Büchsel den Hiddenseer Künstlerinnenbund. Ihm gehörten Malerinnen unterschiedlicher Stilrichtungen an, die aus ganz Deutschland kamen und in der Kunstwelt bereits einen Namen hatten.

Arnheims Gemälde und Auqarelle stehen in der Tradition der Hiddenseer Freilichtmalerei, die die Insellandschaft und das Leben der Fischer in impressionistischer Manier würdigt.

Die Künstlerin beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen, u.a. war sie auf den Kunstschauen der Berliner Secession vertreten. Auch nahm Clara Arnheim an der Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Grafik (1914) mit zwei Grafiken teil, für die sie die Goldmedaille erhielt. Die Malerin war Mitglied des Lyceum-Clubs Berlin, Vorstandsmitglied des Frauenkunstverbandes und Mitglied im Deutschen Künstlerbund.

Die Nationalsozialisten erteilten Clara Arnheim ein Berufs- und Reiseverbot. Anfang Juli 1942 wurde sie mit dem 18. Alterstransport ins KZ Theresienstadt deportiert, wo sie am 28.8.1942 ermordet wurde.

Ihre Werke befinden sich im Landesmuseum Braunschweig und in der Galerie „der Panther“, München.

Clara Arnheim hat ca. 120 Ölgemälde, Aquarelle und Grafiken hinterlassen. Aktuell wird ihr Werkverzeichnis im Rahmen einer Forschungsarbeit an der Universität Hamburg erstellt.