Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 e. V.

 

Susanne Ahner
1960 in Bremen geboren, studierte Susanne Ahner von 1979 bis 1985 Bildhauerei an der Hochschule der Künste Berlin. Ab 1976 nahm die Meisterschülerin von Prof. Joachim Schmettau an zahlreichen Ausstellungen teil, schuf Arbeiten für öffentliche Räume und initialisierte ortsbezogene Projekte. So wiederbelebte sie beispielsweise 1998 im Rahmen des Projekts Zwischenstation das 1884 im Stil der Neorenaissance errichtete Empfangsgebäude des Bahnhofs Berlin-Westend. Ihre Werke bauen Brücken zwischen Gegenwart und Vergangenheit, liefern Impulse zur Reflexion über unseren Umgang mit Geschichte. Ob durch subtile Eingriffe oder radikale Verfremdung – stets sucht Ahner den Ort auf verloren geglaubte Potentiale hin zu öffnen, ihn so in der Erinnerung des Betrachters neu entstehen zu lassen. Würdigung erfuhr ihr künstlerisches Schaffen mit einer Dozentur an der HdK, dem Kunstpreis der GEDOK Berlin (1987) und dem Marianne Werefkin-Preis 2002.

http://www.susanne-ahner.de/index.html

 

 

Monika Brachmann

Monika Brachmann wurde 1944 in Arnswalde/Pommern geboren. Nach einem Grafik-Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin bei Prof. Hans Förtsch und einem anschließenden Malerei-Studium an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Hermann Bachmann war sie  von 1978 bis 1985 als Dozentin an der Volkshochschule Berlin-Kreuzberg tätig. Seit 1978 ist die Künstlerin in Einzel- und Gruppenausstellungen präsent. Ihr umfangreiches malerisches Werk lässt drei motivische Hauptgruppen erkennen: Neben Figurenbildnissen sowie Küchen- und Blumenstillleben schuf sie vor allem Landschaftsgemälde, zu denen sie durch zahlreiche Reisen ins In- und Ausland inspiriert wurde. Hierbei sind besonders die Landschaftsdarstellungen aus dem Tessin und der Toskana sowie die farblich intensiven Bilder der Uckermark hervorzuheben. Monika Brachmann ist Mitglied der Künstlergilde, des Künstlersonderbundes Deutschland und seit 1997 des Vereins der Berliner Künstlerinnen. Sie lebt und arbeitet in der Uckermark und in Berlin.

>>> www.monika-brachmann.de/

 

 

Silvia Klara Breitwieser

1939 in der Textilstadt Krefeld geboren, verbrachte Silvia Klara Breitwieser während des Krieges drei Jahre ihrer Kindheit in Österreich. Nach einem Studium der Literatur, Psychologie und Philosophie sowie einer anschließenden Tätigkeit als Buchhändlerin studierte sie von 1972 bis 1976 Bildhauerei an der Hochschule für bildenden Künste Kassel. Seit 1979 ist sie als freischaffende Künstlerin in Berlin tätig. Breitwieser arbeitet in den Medien Skulptur, Objekt, Installation und Fotografie. Ihr der Konzeptkunst zugeordnetes Werk widmet sich den Phänomenen Gewebe und Textur. Sehr früh in ihrer künstlerischen Entwicklung verließ sie das Atelier und ging in den Außenraum. Bis heute realisierte sie zahlreiche Projekte im öffentlichen Raum, u. a. für die Berlinische Galerie und am Kulturforum Potsdamer Platz. Für die Intervention "Marianne-von-Werefkin-Platz" fertigte sie als Hommage an die Künstlerin ein Schilder-Objekt an, das 2008 im Innenhof des VdBK aufgestellt wurde. Breitwieser war an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt, mehrfach wurde sie durch Stipendien und Projektzuschüsse der Länder Berlin und Brandenburg gefördert. 1986 und 1994 war sie Gastkünstlerin in der Villa Romana in Florenz. 1989 wurde sie mit dem Kunstpreis des Frauenmuseums Bonn und mit einem Aquamediale-Preis in Lübben/Spreewald ausgezeichnet. Sie ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund e. V., im Brandenburgischen Verband Bildender Künstler und im Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 e. V. Ihr aktueller Werkzyklus WEB-WERK/WEB(B)-WERK mit 100 eingeladenen "Webern" ist ein Work-in-progress-Projekt, das alte und neue Formen von Gewebe und Vernetzung (web/net) als Online-Album und in Buchform erforscht.

>>> www.silvia-breitwieser-berlin.de

>>> www.silvia-klara-breitwieser.cultd.net

 

 

Alke Brinkmann

1967 in Saarbrücken geboren, wuchs Alke Brinkmann in der Schweiz, in Kanada und Konstanz auf, bevor sie 1986 ein Stipendium für bildende Kunst an der Universität Boston erhielt und ein Jahr in den USA lebte. 1990 folgte ein Studium an der Hochschule der Künste in Berlin, das sie 1995 als Meisterschülerin bei Prof. Wolfgang Petrick abschloss. Im selben Jahr wurde Brinkmann mit dem Förderpreis für Junge Kunst der Stadt Konstanz geehrt. Ihre Landschaftgemälde, Porträts und Stillleben wurden seither in zahlreichen deutschen und europäischen Städten ausgestellt. Daneben war die Malerin als Gastdozentin an der Universität der Künste Berlin (2007) und als Bühnenbildnerin tätig. Sie schuf Entwürfe für die Inszenierungen "Kinderlieber" (1996) und "Liebhaber" (1998) im Stükke Theater Berlin sowie  für "Torquato Tasso" (1997) in der Städtischen Bühne Münster. Alke Brinkmann lebt und arbeitet in Berlin.

>>> www.alke-brinkmann.de/

 

Christa Düll
Die seit 1933 in Berlin lebende Kunstmalerin Christa Düll, geboren 1925 in Frankfurt/Oder, absolvierte zunächst eine Lehre als Apothekenhelferin. Im Anschluss an ihre künstlerische Vorbildung bei Richard Flockenhaus studierte sie von 1945 bis 1951 an der HfBK bei den Professoren Heinrich Ehmsen und Emil Schumacher und war seit 1949 Meisterschülerin bei Karl Hofer. 1952 folgte ein einjähriger Studienaufenthalt in Paris. Ihrem ersten offiziellen Großauftrag, das 1964 fertiggestellte Altarbild für die evangelische Kirche in Berlin-Mariendorf-Süd am Mariedorfer Damm 342, schlossen sich ab 1969 diverse Einzel- und Gruppenausstellungen in ganz Deutschland an. Christa Dülls Malerei und Grafik, die nur schwer in eine der geläufigen Strömungen abstrakter Kunst einzuordnen ist, wird von einem eigenwilligen, formauflösenden Erscheinungscharakter getragen, der auf scharf gesetzte, zuweilen aber auch stimmungsvoll arrangierte Farbkontraste setzt. Vor allem die lebenslange und schon zu Studienzeiten geknüpfte Freundschaft zum Maler Horst Heinen war für die Formensprache der Künstlerin eine wichtige Inspirationsquelle. Christa Düll ist seit 1964 Mitglied des VdBK, seit 1984 gehörte sie dem Vereinsvorstand an.

 

 

Angela Hampel

Die 1956 in Räckelwitz/Sachsen geborene Malerin Angela Hampel absolvierte zunächst eine Lehre zur Forstfacharbeiterin, der sich 1975 ein einjähriges Abendstudium in Bautzen anschloss. Von 1977 bis 1982 studierte sie Malerei an der Hochschule für bildende Künste in Dresden bei Prof. Jutta Damme und Dietmar Büttner und ließ sich anschließend als freischaffende Künstlerin in Dresden nieder. Ihr künstlerisches Oeuvre umfasst vor allem Gemälde und Grafiken, die, von feministischen Auffassungen geprägt, fast ausschließlich von Frauendarstellungen und Figuren aus der antiken Mythologie dominiert werden. Seit 1987 widmet sich Angela Hampel auch der Performancekunst, schafft Rauminstallationen, Environments, Künstlerbücher und war 1989 Mitgebründerin der Dresdner Sezession. In Anerkennung ihrer Verdienste als Künstlerin in der DDR wurde sie 1990 – neben Sabine Kasan und Pomona Zipser – mit dem Marianne-Werefkin-Preis geehrt, der erstmals vom Verein der Berliner Künstlerinnen vergeben wurde. Angela Hampel lebt und arbeitet in Dresden.

>>> www.angelahampel.de/

 

 

Sabine Herrmann

1961 in Meißen geboren, wuchs Sabine Herrmann in Berlin auf und war von 1979 bis 1981 als Restaurierungsvolontärin am Institut für Denkmalpflege Berlin tätig. Anschließend studierte sie Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei den Professoren Heinrich Tessmer und Dieter Goltzsche. Nach der Wende folgten zahlreiche Förderstipendien und Arbeitsaufenthalte, unter anderem in Frankreich, Italien, Japan und den USA, sowie eine rege Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland. Waren ihre frühen Arbeiten noch von figurativen Motiven bestimmt, so hat sich die in Berlin lebende Malerin seit Beginn der 1990er Jahren vor allem durch ihre großformatigen Farbkompositionen einen Namen erworben und wurde mit diversen Kunstpreisen wie denen der Grundkredit Bank Berlin (1993), der Volks- und Raiffeisenbanken (1996) und der Vattenfall Europe AG (1997) ausgezeichnet. Sabine Herrmann ist Mitbegründerin und Organisatorin der artschool international Berlin. Seit 1994 dem Verein der Berliner Künstlerinnen angehörend, bekleidete sie in 2010/2011 das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden.

>>> www.sabine-herrmann.eu

 

 

Gertrude Köhler

Gertrude Köhler, 1920 in Berlin geboren, begann 1947 ein Studium an der Hochschule für angewandte Kunst Berlin bei Gerhard Kreische und Elenita von Feistmantel. 1950 setzte sie ihre Ausbildung in den Fachbereichen Wandgestaltung, dekorative Kunst und Lithografie an der Hochschule für bildende Künste Berlin fort und wurde Meisterschülerin bei Prof. Hans Kuhn. Aufträge im Bereich der angewandten Kunst wie Entwürfe zur Farbgestaltung von Außenfassaden im sozialen Wohnungsbau in Paris oder die Konzeption eines Eingangstores einer Schule in Madagaskar prägten die Arbeit der Künstlerin in den 1950er und 1960er Jahren. Daneben zählen Aquarelle, Zeichnungen, Gouachen, Grafitarbeiten, aber auch Entwürfe für Textilien und Bucheinbände zu ihrem umfangreichen Oeuvre. Ihre seit 1953 in nationalen und internationalen Ausstellungen vertretenen Werke wurden 1959 mit dem Kunstpreis für Grafik der Stadt Wolfsburg sowie 1991 mit der Goldmedaille für Aquarell in Bergamo-Mapello/Italien prämiert. Gertrude Köhler lebt in Berlin und ist seit 1986 Mitglied des Vereins der Berliner Künstlerinnen.

>>> www.kunstflur.de/_gertrude/website/bilder1.html

 

 

Gaby Krawinkel

Die Malerin, Grafikerin und Bildhauerin Gaby Krawinkel kam 1930 in Köln zur Welt. Ihre Ausbildung absolvierte sie an den Kölner Werkstätten und an der Hochschule für bildende Künste in München, wo sie Malerei bei Prof. H. Kaspar und Grafik bei Prof. E. Pretorius studierte. Ab 1956 mit einer kleinen Werkstatt im Westerwald ansässig, übernahm die Künstlerin in den folgenden Jahren vor allem Aufträge für Kunst am Bau im Rheinland. Sie schuf viel beachtete Sgraffiti, Mosaiken, Glasfenster, Betonschnitte und Keramikreliefs für öffentliche Bauten wie Schulen, Kindergärten und Kirchen. Später kamen aus verschiedenen Materialien gestaltete Innenraum-Reliefs hinzu. Nach Verlust ihrer Werkstatt 1977 zog Gaby Krawinkel nach West-Berlin, trat 1978 dem Verein der Berliner Künstlerinnen bei und nahm seither an zahlreichen Ausstellungen des Vereins sowie des Kunstamtes Berlin-Kreuzberg teil.

 

 

 

 

 

Irmgard Merkens

Die 1941 in Monschau/Rheinland geborene Malerin Irmgard Merkens arbeitete bis 1970 als Chemotechnikerin in der chemischen Industrie. Seit 1976 in Berlin ansässig, studierte sie von 1979 bis 1984 Malerei an der Hochschule der Künste in Berlin-Charlottenburg bei den Professoren Bruno Merbitz und Peter Müller. Nach einem Weiterbildungsstudium "Kunst im Kontext" an der Hochschule der Künste Berlin ist sie seit 1990 als Dozentin für Malerei in der Erwachsenenbildung tätig. Den thematischen Schwerpunkt ihrer Bilder, die seit 1981 in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt werden, bildet die menschliche Figur, dargestellt in kräftigen Farben und unterschiedlichsten Alltagssituationen. Daneben schuf die Künstlerin vorwiegend Blumenstillleben und Gartenlandschaften. Irmgard Merkens ist nicht nur Mitglied des VdBK, sondern amtierte von 1990 bis 1998 als dessen Schriftführerin und war im Jahr 2000 Gründungsmitglied des Archiv Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867 e. V. Seit dem Juli 2011 ist die Künstlerin zweite Vorsitzende des VdBK.

>>> www.irmgardmerkens.de

 

 

Emerita Pansowová

Die slowakische Bildhauerin Emerita Pansowová wurde 1946 in Vrakún/CSFR geboren. Nach dem Besuch der Fachschule für angewandte Kunst (Bereich Holzbildhauerei) in Bratislava siedelte sie 1966 in die DDR über und studierte von 1967 bis 1972 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei K. H. Schamal und A. Wittig. 1974 bis 1977 war sie Meisterschülerin bei Ludwig Engelhard an der Akademie der Künste der DDR. Seither ist sie freischaffend in Berlin tätig, nahm an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teil und wurde 1975 mit dem Gustav-Weidanz-Preis der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle sowie 1985 mit dem Will-Lammert-Preis der Akademie der Künste der DDR ausgezeichnet. Ihre Werke, figürliche Skulpturen, meist aus Bronze, Gips oder Sandstein gefertigt, befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen sowie an verschiedenen Standorten im öffentlichen Raum in Berlin.

 

 

Rita Preuss

Rita Preuss wurde 1924 in Berlin-Charlottenburg geboren und blieb zeitlebens mit ihrer Heimatstadt verbunden. Während des zweiten Weltkrieges ließ sie sich bei der Fa. Siemens zur technischen Zeichnerin ausbilden und nahm erste Zeichenstunden im Atelierhaus von Max Stopp. Von 1946 bis 1952 absolvierte sie ein Studium an der Hochschule der Künste Berlin bei verschiedenen Lehrern, zuletzt war sie Meisterschülerin bei Max Pechstein. Als freischaffende Künstlerin in Berlin arbeitend, wurden ihre stets dem Realismus verpflichteten Gemälde in zahlreichen nationalen Ausstellungen präsentiert. Seit den 1960er Jahren wandte sich die Malerin verstärkt der angewandten Kunst zu und schuf großformatige Wandbilder, Mosaiken und Glasmalerein, die ca. vierzig öffentliche und private Gebäude in West-Berlin zieren. 1980 trat Rita Preuss der internationalen Vereinigung zeitgenössischer Mosaikkünstler bei, 1985 dem Verein der Berliner Künstlerinnen, dem sie seit 1987 als Vorstandsmitglied angehörte. Ihr künstlerisches Lebenswerk wurde 2000 mit dem Hanna-Höch-Preis des Landes Berlin und einer Einzelausstellung im Berliner Lapidarium geehrt. Anlässlich ihres 80. Geburtstags fand 2004 eine umfassende Retrospektive in der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Nikolaikirche statt. Im Mai 2011 wurde Rita Preuss zur ersten Vorsitzenden des VdBK gewählt.

>>> www.rita-preuss.de